Pädagoge Prof. Dr. Dr.h.c. Jörg Ruhloff über faszinierende Figuren und Skulpturen

05.03.2008

Pädagoge Prof. Dr. Dr.h.c. Jörg Ruhloff über faszinierende Figuren und Skulpturen

Prof. Dr. Dr.h.c. Jörg Ruhloff, Emeritus der Bergischen Universität, Fachgebiet Systematische und historische Pädagogik, hält am 13. März im Bürgerzentrum der Gevelsberger Volkshochschule einen Vortrag über das (überraschende?) Thema "Ein Kunstgarten zum Stutzigwerden in der Toscana".

Was verbirgt sich dahinter? Im Süden der Toscana hat der berühmte Schweizer Künstler Daniel Spoerri vor zehn Jahren einen Kunstgarten eingerichtet – mit eigenen Werken und solchen befreundeter Künstler. Das fröhliche Lachen so mancher Besucher bleibt aber beim nächsten Werk oder beim zweiten Blick oft im Halse stecken, schreibt die VHS und kündigt an: "Ein häufiger Besucher stellt Spoerris Garten vor."

Dieser Besucher ist Prof. Ruhloff, der sich auch mit Grundfragen des Lehrens und Lernens im Bereich der (bildenden) Kunst befasst hat. Aus diesem Zusammenhang entwickelte sich sein Interesse für den Park der Skulpturen des heute 87jährigen Daniel Spoerri, Sohn des Missionars Isaac Feinstein und dessen Ehefrau Lydia Spoerri. Der Vater war vom jüdischen zum evangelischen Glauben konvertiert. Als 1941 die Nationalsozialisten seinen Vater in ein Vernichtungslager verschleppten und ermordeten, flüchtete die Mutter, eine Schweizer Staatsbürgerin, mit dem Sohn in die Schweiz. Dort wurde Spoerri durch seinen Onkel, Universitätsprofessor und Rektor der Universität Zürich, Theophil Spoerri, adoptiert – für Prof. Ruhloff, der Ehrendoktor der Berliner Humboldt-Universität ist, eine faszinierende Figur wie Spoerris Skulpturen. (Termin: 13. März 2007, 19.30 Uhr, VHS Gevelsberg, Mittelstraße 86-88.)

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Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2008/0305_ruhloff.html