13.500 Euro für junge Akademiker

09.12.2008

13.500 Euro für junge Akademiker

Mit insgesamt 13.500 Euro sind gestern zehn Absolventen und ein Student der Bergischen Universität für ihre herausragenden akademischen Arbeiten ausgezeichnet worden. 9.000 Euro vergab die Gesellschaft der Freunde der Bergischen Universität (GFBU) an acht junge Akademiker. Ein mit 3.000 Euro dotierter "Serendipity Preis" wurde gesponsort von der Wuppertaler Wiesemann und Theis GmbH. Die Entscheidung über die Preise hatte die Jury der GFBU. Hinzu kam der Preis des Deutschen Akademischen Austausch-Dienstes, der mit einer Prämie von 1.000 Euro verbunden ist, sowie der Preis für den Designwettbewerb der Wissenschaftstransferstelle der Bergischen Universität, dotiert mit 500 Euro.

Bei der festlichen Preisverleihung: sitzend (v.l.n.r.) Anna Franckowiak, Lena Kipp, Dr. Arti Dangwal Pandey, Kristine Zehn; stehend (v.l.n.r.) Ahmed Saleme, Jens-Daniel Einars, Kristina Wiethaup, Dr. Jan Filippo Smerilli, Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch, Daniel Kümpel, Jan Bergfeld, GFBU-Vorsitzender Prof. Dr. med. Johannes Köbberling und Rüdiger Theis (Wiesemann und Theis GmbH). Bei der festlichen Preisverleihung: sitzend (v.l.n.r.) Anna Franckowiak, Lena Kipp, Dr. Arti Dangwal Pandey, Kristine Zehn; stehend (v.l.n.r.) Ahmed Saleme, Jens-Daniel Einars, Kristina Wiethaup, Dr. Jan Filippo Smerilli, Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch, Daniel Kümpel, Jan Bergfeld, GFBU-Vorsitzender Prof. Dr. med. Johannes Köbberling und Rüdiger Theis (Wiesemann und Theis GmbH). Klick auf das Foto: Größere Version (1535 x 956 pix; 434 KB)
Foto Michael Mutzberg

Den GFBU-Dissertationspreis 2007, dotiert mit 1.500 Euro, erhielt die indische Physikerin Dr. Arti Dangwal Pandey. Ihre Arbeit „Enhanced field emission from metallic surfaces and nano-wires“ wurde von Prof. Dr. Günter Müller (Fach Feldemissions-
mikroskopie) sowie Prof. Dr. Ronald Frahm (Fach Röntgenphysik) betreut und mit der Bestnote „summa cum laude“ bewertet. Arti Dangwal Pandey (29), geboren in Indien, studierte Physik an der Garhwal University, Uttaranchal (Indien), und absolvierte 2004 bis 2007 ein Promotionsstudium an der Bergischen Universität. Heute arbeitet Arti Dangwal am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim a.d. Ruhr.

Ihre Dissertationspreise 2008, dotiert mit jeweils 1.000 Euro, verlieh die Freundegesellschaft an Literaturwissenschaftler Dr. Jan Filippo Smerilli und Chemikerin Dr. Michaela Wirtz. Jan Filippo Smerilli (39) beschäftigte sich in seiner Doktorarbeit mit dem Thema „Moderne – Sprache – Körper. Analysen zum Verhältnis von Körper und Sprache in erzählenden Texten Robert Musils“ und schloss ebenfalls mit „summa cum laude“ ab. Betreuer und Erstgutachter der Dissertation war Prof. Dr. Michael Scheffel (Fach Allgemeine Literaturwissenschaft und Neure deutsche Literaturgeschichte), Zweitgutachter Prof. Dr. Rüdiger Zymner. Jan Filippo Smerilli, in Essen geboren, machte sein Abitur am Bergischen Kolleg Wuppertal, studierte Philosophie, Allgemeine Literaturwissenschaft und Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Bergischen Universität und ist seit Mai 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Michael Scheffel.

Der Titel der Dissertation von Michaela Wirtz (36) lautet „Kapillarelektrophoretische Bestimmung von DNA-Addukten als Biomarker der chemischen Kanzerogenese“. Die im Arbeitskreis von Prof. Dr. Siegmar Gäb (Fach Analytische Chemie) entstandene Arbeit wurde von Privatdozent Dr. Oliver J. Schmitz betreut und mit „summa cum laude“ bewertet. Nach einer Ausbildung zur Chemikantin in Stolberg (Rhld.) studierte Michaela Wirtz Chemie an der Bergischen Uni. Zurzeit arbeitet sie als Manager Special and External Analytics bei dem Chemie-Unternehmen Cognis GmbH in Düsseldorf.

Die GFBU-Förderpreise für den Jahrgang 2007 erhielten Kristina Wiethaup und Lena Kipp. Kristina Wiethaup bekam für ihre Magisterarbeit mit dem Titel „Die Welt im Kopf. Raum und Zeit bei Kant“ den 1. Preis, dotiert mit 1.500 Euro. Kristina Wiethaup (29) machte ihr Abitur am Gymnasium Am Kothen und studierte Philosophie, Neuere Deutsche Literaturgeschichte und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Bergischen Universität. Ihre Magisterarbeit wurde betreut von den Wuppertaler Philosophen Prof. Dr. László Tengelyi und Prof. Dr. Heinrich Hüni. Seit Januar 2008 ist Kristina Wiethaup Promotionsstipendiatin des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa. Thema ihres Dissertationsprojektes: „Die ‚Kantkrise’ – ein altes Problem aus neuer Sicht. Kants Philosophie und Kleists Dichtung im Spannungsfeld ihrer Zeit“.

Das Lehramts-Staatsexamen von Lena Kipp prämierte die GFBU mit dem 2. Förderpreis 2007. Für ihre Arbeit „Brüche im Gefüge. Zeit und Wirklichkeit in den Romanen Daniel Kehlmanns“ erhielt die 25jährige 1.000 Euro. Betreut wurde die Arbeit von Germanist Prof. Dr. Matías Martínez (Fach Neuere deutsche Literaturgeschichte), Zweitgutachter war Prof. Dr. Michael Scheffel. Lena Kipp, geboren in Stuttgart, studierte Deutsch, Philosophie und Sozialwissenschaften für das Lehramt an der Bergischen Universität. Seit Februar 2008 ist sie Studienreferendarin am Studienseminar für Lehrämter an Schulen, Bochum, sowie an der Gesamtschule Hattingen.

Einen Sonderpreis in Höhe von 500 Euro vergab die Freundegesellschaft an Kristine Zehn aufgrund der besonderen Originalität ihrer Diplomarbeit. Die 38jährige illustrierte, konzipierte und gestaltete ein Bild-/Lesebuch „Über Boxen – Ein Essay" der amerikanischen Schriftstellerin Joyce Carol Oates. Die Arbeit wurde betreut vom Wuppertaler Illustrator Prof. Wolf Erlbruch. Kristine Zehn machte ihr Abitur am Städtischen Humboldt Gymnasium in Solingen und studierte Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Illustration an der Bergischen Uni. Heute lebt und arbeitet sie als Grafikerin und Illustratorin in Wuppertal.

Mit dem GFBU-Förderpreis für den Jahrgang 2008 ausgezeichnet wurden Physikerin Anna Franckowiak und Ökonom Jan Bergfeld. Anna Franckowiak bekam den 1. Preis, dotiert mit 1.500 Euro, für ihre Diplomarbeit „Search for poorly localized Gamma-Ray Bursts in AMAN-DA-II Data". Betreuer der Arbeit war Experimentalphysiker Prof. Dr. Karl-Heinz Kampert. Die 25jährige Wuppertalerin machte ihr Abitur am Gymnasium Bayreuther Straße und studierte Physik an der Bergischen Universität. Zurzeit promoviert sie an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Thema „Search for Transients Objects with IceCube in an Optical Follow-Up“.

Den 2. Förderpreis 2008, dotiert mit 1.000 Euro, erhielt Jan Bergfeld für seine Diplomarbeit „Wegfall des Briefmonopols und Sicherstellung der Grundversorgung“. Jan Bergfeld (28) machte sein Abitur am Gymnasium August-Dicke-Schule in Solingen und studierte Wirtschaftswissenschaft in Wuppertal. Für seine Diplomarbeit ist er bereits mit dem Diplomarbeiten-Preis der Absolventenorganisation WTALumni ausgezeichnet worden. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Dr. Bernhard Losch (Fach Öffentliches Wirtschaftsrecht), Zweitgutachter war Prof. Dr. Lambert T. Koch (Fach Unternehmensgründung und Wirtschaftsentwicklung). Seit April 2008 ist Jan Bergfeld wissenschaftlicher Mitarbeiter im Dekanat des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft – Schumpeter School of Business and Economics im Bereich Prüfungswesen und bereitet sich auf seine Promotion vor.

Erstmals wurde in diesem Jahr ein sogenannter Serendipity Preis, dotiert mit 3.000 Euro, vergeben. Geschäftsführer Dipl.-Ing. Rüdiger Theis von Wiesemann und Theis GmbH überreichte den Serendipity Preis an Physiker Daniel Kümpel für seine Diplomarbeit „Geometry Reconstruction of Fluorescence Detectors Revisited“. (Serendipity bezeichnet die zufällige Beobachtung von etwas, das nicht ursprünglich gesucht war – also eine neue und überraschende Entdeckung. Serendipity betont aber auch die „intelligente Schlussfolgerung“.) Die Diplomarbeit von Daniel Kümpel wurde betreut von Prof. Dr. Karl-Heinz Kampert und 2008 bereits vom Verein Deutscher Ingenieure – Bergischer Bezirksverein als „Beste Diplomarbeit im Fachbereich Physik 2007“ ausgezeichnet. Daniel Kümpel (27), geboren in Haan, absolvierte nach einer Ausbildung zum Staatlich geprüften Technischen Assistenten für Betriebsinformatik ein Physikstudium an der Universität Wuppertal. Zurzeit ist Daniel Kümpel wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Kampert und bereitet sich auf seine Promotion vor.

DAAD-Preisträger Ahmed Saleme. DAAD-Preisträger Ahmed Saleme. Foto Michael Mutzberg.

Den Preis des Deutschen Akademischen Austausch-Dienstes (DAAD) erhielt in diesem Jahr Ahmed Saleme für seine herausragenden Leistungen im Studium. Der gebürtige Marokkaner hat sein Bachelorstudium in der Informationstechnologie sowie sein Masterstudium in der Elektrotechnik jeweils in der Regelstudienzeit absolviert und hat vor kurzem sein Promotionsstudium an der Bergischen Universität begonnen. Seine Masterarbeit schrieb Ahmed Saleme bei Prof. Dr.-Ing. Bernd Tibken (Fach Automatisierungstechnik/Regelungstechnik) über die Stabilität nicht-linearer Regelsysteme.

Bei der feierlichen Preisverleihung im Gästehaus der Bergischen Universität nahm darüber hinaus der Wuppertaler Kommunikationsdesign-Student Jens-Daniel Einars einen Preis von 500 Euro entgegen. Einars hat das Design für den Uni-Becher 2009 entworfen. Der Entwurf ist das Ergebnis eines Design-Wettbewerbes unter Studierenden, den Prof. Heribert Birnbach (Fach Typografie/Grafik Design) betreut hat.

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Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2008/0912_preise.html