Clean-Tech als Gründungs- und Wachstums-Chance

14.01.2009

Clean-Tech als Gründungs- und Wachstums-Chance

Clean-Tech im Gästehaus (v.l.n.r.): Dr. Rolf Volmerig, Prof. Dr. Lambert T. Koch, Prof. Dr. Christine Volkmann, Prof. Dr. Manfred Fischedick, Frank Jäger, Dr. Peter Jonk, Dr. Rüdiger Hofmann und Dipl.-Ing. Selcuk Nisancioglu. Clean-Tech im Gästehaus (v.l.n.r.): Dr. Rolf Volmerig, Prof. Dr. Lambert T. Koch, Prof. Dr. Christine Volkmann, Prof. Dr. Manfred Fischedick, Frank Jäger, Dr. Peter Jonk, Dr. Rüdiger Hofmann und Dipl.-Ing. Selcuk Nisancioglu.Klick auf das Foto: Größere Version (1772 x 1010 pix; 1,33 MB)
Foto Michael Mutzberg

Wie man die Rahmenbedingungen für Unternehmensgründunge aus der Universität verbessern kann, erfuhren rund 50 Teilnehmer einer Fachtagung "Clean-Tech als Gründungs- und Wachstumschance – Forschungscluster als Innovationsmotor für die Bergische Region". In Kooperation mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie hatte die Gründungsinitiative "bizeps-Gazelles" der Bergischen Universität unter der Leitung von Prof. Dr. Christine Volkmann, Fach Unternehmensgründung, Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter sowie Initiativen und Unternehmen aus der Region ins Gästehaus der Universität auf den Campus Freudenberg eingeladen, um über Energie- und Umwelttechnologien sowie relevante Dienstleistungen zu informieren.

Clean-Tech („clean technologies“ = „saubere Technologien“) umfasst Produkte oder Dienstleistungen, die natürliche Ressourcen nutzen und zugleich Energieverbrauch, Umweltbelastung und Kosten reduzieren, also die Nachhaltigkeit von Technologien, Produktionsverfahren und Produkten zum Ziel haben. An der Bergischen Universität haben über 50 Professuren direkt oder indirekt mit Clean-Tech zu tun.

Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch wies darauf hin, dass es ein wichtiges Anliegen der Bergischen Universität und von bizeps-Gazelles sei, Forscher und Innovatoren zusammenzubringen, gemeinsam Ideen zu entwickeln sowie Synergien und Fördermöglichkeiten auszuloten. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger wird die deutsche Clean-Tech Industrie ihren Umsatz bis 2030 auf die Summe von 1 Billion Euro verzehnfachen. Prof. Koch: „Die Thematik hat überragende Bedeutung für die Zukunft, gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise.“ Märkte und Nachfrage für Clean-Tech Produkte stünden bereit.

Die Referenten, Prof. Dr. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts, Dr. Rüdiger Hofmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Wuppertal Instituts, Prof. Volkmann, Frank Jäger, Förderberater des Zentrums für Innovation und Technik NRW, Dipl.-Ing. Selcuk Nisancioglu, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Interdisziplinären Zentrum für das Management technischer Prozesse der Bergischen Universität, Dr. Peter Jonk, Leiter der Wissenschaftstransferstelle der Universität, und Dr. Rolf Volmerig, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wuppertal, gaben Einblicke in aktuelle Clean-Tech-Forschungsbereiche, ihre ökonomischen Verwertungschancen, interdisziplinäre Aktivitäten innerhalb der Universität und Transferprojekte mit der Wirtschaft. Außerdem wurden Fördermöglichkeiten auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene sowie Rahmenbedingung für Gründungen von Wachstumsunternehmen vorgestellt. Prof. Fischedick betonte, aus dem Klimawandel entstünden große Chancen für Clean-Tech-Technologien. Der Wirtschaftssektor „erneuerbare Energien“ könne seiner Ansicht nach das Potential haben, die Automobilindustrie als Wachstumsmotor abzulösen.

Die Gründungsinitiative bizeps ist ein Kompetenznetzwerk der Bergischen Region und zentrale Anlaufstelle für Gründer aus der Bergischen Universität. Anspruchsvolle Gründungen aus Energie- und Umweltforschung werden über bizeps-Gazelles durch Trainings- und Coaching-Maßnahmen unterstützt. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium und vom Europäischen Sozialfonds gefördert. Prof. Christine Volkmann: „Gazellen haben von Geburt an jene Eigenschaften, die junge Unternehmen brauchen, um dauerhaft am Markt erfolgreich zu sein!“

Kontakt:
Ulrike Timmler
bizeps-Projektkoordination
E-Mail: bizeps@uni-wuppertal.de
Telefon: 0202/439-3383

www.bizeps.de
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Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2009/0114_cleantech.html