Ältester Professor der Uni 96

17.02.2009

Ältester Professor der Uni 96

Das war vor einem Jahr zum 95. Geburtstag: Besuch beim "Urgestein der Wuppertaler Pädagogik" (v.l.n.r.): Akad. Direktor Walter Thomann, der damalige Rektor Prof. Dr. Volker Ronge, Jubiliar Prof. Dr.h.c. Fritz Bärmann und Prof. Dr. Dr.h.c. Jörg Ruhloff.
Das war vor einem Jahr zum 95. Geburtstag: Besuch beim "Urgestein der Wuppertaler Pädagogik" (v.l.n.r.): Akad. Direktor Walter Thomann, der damalige Rektor Prof. Dr. Volker Ronge, Jubiliar Prof. Dr.h.c. Fritz Bärmann und Prof. Dr. Dr.h.c. Jörg Ruhloff. Klick auf das Bild: Größere Version
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Foto Holger Steffe

Prof. Dr.h.c. Fritz Bärmann, ältester Emeritus der Bergischen Universität, wird heute (17. Februar) 96 Jahre alt. 1956 war Bärmann, damals Rektor einer Volksschule in Weilburg (Hessen), auf eine neu eingerichtete Professur für Schulpädagogik an die Pädagogische Akademie Wuppertal berufen worden, eine der Vorgängereinrichtungen der späteren Universität. 1977 wurde Bärmann erster Ehrendoktor (Dr. paed.h.c.) der 1972 gegründeten Wuppertaler Hochschule.

Ganze Schülergenerationen lernten Mathe mit den Lehrwerken von Prof. Bärmann, z.B. mit der "Zauberfibel" (1959). "Mathematik für die Grundschule" war eines seiner Forschungsgebiete, er war Ko-Autor eines vierbändigen Lehrwerks gleichen Titels, das 1973 gleichzeitig in griechischen, niederländischen, österreichischen und Schweizer Ausgaben erschien. Seine Forschungen befassten sich auch mit dem Schreibenlernen ("Schrift und Schreiben – ein erziehungswissenschaftliches Problem", 1979). Das NRW-Kultusministerium übertrug Prof. Bärmann 1972 die Auswertung einer Erhebung an den Grundschulen zu Schrift und Schreiben. Er wirkte an den 1973 erschienenen Grundschul-Richtlinien für den Mathematik-unterricht sowie zu "Schrift und Schreiben" mit. Das von ihm entwickelte so genannte "Wuppertaler Modell" der Lehrerausbildung verknüpfte schulpraktische Studien angehender Lehrer mit wissenschaftlichen Studien.

Prof. Bärmanns Nachfolger in der Pädagogik, Prof. Dr. Dr.h.c. Jörg Ruhloff, selbst inzwischen emeritiert, bezeichnet ihn als „Teil des kulturellen Gedächtnisses der Bergischen Universität“. Das Gedächtnis selbst wurde Bärmanns Lebensthema. Auch heute noch vergeht kaum ein Tag, an dem er nicht über das "Gedächtnis in schulpädagogischer Absicht" liest – und schreibt. Prof. Bärmanns eigenes phänomenales Gedächtnis und seine Erzähl-Kunst, Witz und Humor sind ihm bis in sein hohes Alter erhalten geblieben.

Seinem Witz und Humor entspricht, dass er heute Abend im münsterländischen Ahaus, wo er gemeinsam mit seinem Sohn Thomas lebt, auf einen karnevalistischen Maskenball geht – „als Auslaufmodell“…

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Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2009/0217_baermann.html