Mediendesign-Studierende entwerfen Image-Kampagne fürs Ruhrgebiet

24.02.2009

"Klischees vom alten Revier sind verbraucht"

Mediendesign-Studierende entwerfen Image-Kampagne fürs Ruhrgebiet

Ein Plakat-Entwurf von Dominik Skrodzki. Ein Plakat-Entwurf von Dominik Skrodzki.

Im Auftrag der Wirtschaftsförderungsgesellschaft metropoleruhr GmbH haben Studierende des Fachs Mediendesign der Bergischen Universität bei Prof. Dr. Johannes Busmann ihre Vorstellungen von den vielfältigen Facetten des Ruhrgebiets in einer Plakatkampagne zum Ausdruck gebracht. Die metropoleruhr, so ihr Geschäftsführer Hanns-Ludwig Brauser, wollte "die unverbrauchte Perspektive junger Kreativer kennen lernen, die von außen auf die Region blicken." Herausgearbeitet werden sollte: Was ist spannend am Ruhrgebiet? Womit identifizieren sich junge Menschen? Wie definieren sie eine regionale Identität? Was macht dort Lebensqualität aus?

metropoleruhr will die positive Wahrnehmung der Lebensqualität und der ökonomischen Potentiale der Region hervorheben. „Unser Image ist nach wie vor unser größtes Problem. Aber die Klischees vom alten Revier sind verbraucht, die Attraktivität des Standortes spricht längst für sich“, erläutert metropoleruhr-Geschäftsführer Brauser das Engagement.

Die Studierenden des Faches Mediendesign näherten sich dem Thema, indem sie ein Corporate Design fürs Ruhrgebiet entwickelten und mögliche Kampagnen ausarbeiteten.

Prof. Busmann, der die Studierenden betreute, bringt die Ideen seiner Studenten so auf den Punkt: „Das ist kein Kokettieren mit der alten Montankultur oder einer idealisierten Industriekultur und auch kein Bedauern, weil das Ruhrgebiet keinen Wettbewerb um Schönheitspreise gewinnt.“ Im Mittelpunkt stehe vielmehr der Eindruck, dass die Metropole Ruhr ihre Vielfalt lässig, selbstbewusst und selbstironisch zur Schau stellen könne: Es sei die Vitalität einer „narbigen aber kraftvollen Region“ (Busmann), die von den Wuppertaler Studierenden in ihren Kampagnen teils humorvoll, teils entwaffnend direkt in eine charakteristische Identität übertragen hätten.

www.metropoleruhr.de
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Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2009/0224_metropole.html