Die Skulptur „Start“ von Prof. Beate Schiff wird wieder aufgestellt

16.04.2009

Die Skulptur „Start“ von Prof. Beate Schiff wird wieder aufgestellt

Die Skulptur Die Skulptur "Start" vor der Südseite des heutigen I-Gebäudes auf dem Campus Grifflenberg.

(Aktualisiert: 11.05.2009) Ein Jahr nach ihrer Gründung hatte die Bergische Universität 1973 die Skulptur „Start“ von der Düsseldorfer Kunstakademieprofessorin Beate Schiff erworben. „Das Werk soll den Beginn eines Flugs darstellen, den Start in einen neuen Lebensabschnitt“, so Beate Schiff über ihre silberfarbene Aluminium-Kunstharz-Freiplastik. 25 Jahre stand die Skulptur vor der Südseite des heutigen Gebäudes I (Eingang Fuhlrottstraße) auf dem Campus Grifflenberg. Aufgrund von Rissen musste die Plastik im Dezember 1998 abgebaut werden. 10 Jahre später, im Wintersemester 2008/09, entschloss sich das Rektorat eine umfassende Restaurierung in Auftrag zu geben. Jetzt wird die Skulptur in unmittelbarer Nähe des Uni-Haupteingangs auf dem Campus Grifflenberg wieder aufgestellt und am 14. Mai feierlich enthüllt.

Prof. Dr. Markus Lüpertz, Rektor der Kunstakademie Düsseldorf, begrüßte in einem Schreiben an Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch die Restaurierung: „Die Skulptur von Beate Schiff hat eine wunderbare Ausstrahlung. Sie ist bodennah und schafft dadurch eine örtliche Plazierung. Aber dieses Gesetzte wird durch ihre schwebende, schwingend entfaltete Bildung sofort überwunden und in ein geistreiches Formenspiel transformiert, das in seiner Leichtigkeit und Überwindungskraft sehr viel von dem ausspricht, worum es an einer Hochschule geht - nichr nur zum Start, sondern auch über das neue und immer wieder zu vollziehende Beginnen. "

Die Bergische Universität beauftragte das Duisburger Atelier „Die Schmiede“ mit der Restaurierung der Skulptur. Die Fachleute überarbeiteten die vergraute Oberfläche der Plastik, stabilisierten für den langfristigen Erhalt ihre Struktur an den Kanten und schlossen den Hohlkörper hermetisch ab. Altersbedingte Risse wurden durch Metallanker gefestigt und die Oberfläche durch einen beidseitig überlappenden Laminat geschlossen.

Beate Schiff (rechts) lehrte Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Beate Schiff (rechts) lehrte Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf.

Beate Schiff wurde 1932 in Berlin als Tochter eines jüdischen Arztes und einer evangelischen Malerin geboren. 1947 bis 1949 besuchte sie die Meisterschule für Kunsthandwerk in Berlin, 1949 bis 1954 studierte sie – ebenfalls in Berlin – an der Hochschule für Bildende Künste bei Gustav Seitz und Alexander Gonda. 1955 beendete sie ihr Studium an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschülerin bei Ewald Mataré. In den 1960er Jahren wirkte Beate Schiff als wissenschaftliche Zeichnerin am Meeresbiologischen Institut in Neapel und als freie Künstlerin in verschiedenen Städten. Ab 1965 arbeitete sie an der Kunstakademie Düsseldorf als Dozentin, 1972 erhielt sie dort einen Lehrstuhl für Bildhauerei. Aus den Bildhauerei-Kursen von Prof. Schiff sind zahlreiche, international renommierte Künstlerinnen und Künstler hervorgegangen. Nur drei Monate nach Beendigung ihrer Lehrtätigkeit starb Beate Schiff im Dezember 1997.

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