Fast eine Million für mehr Professorinnen

27.04.2009

Fast eine Million für mehr Professorinnen

Für ihren Erfolg bei der Steigerung des Frauenanteils an Professuren hat die Bergische Universität fast eine Million Euro aus dem Innovations- bzw. Strukturfonds NRW erhalten. Mit einem Plus von sechs Professorinnen erzielte sie im Landesvergleich das zweitbeste Ergebnis und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um einen Listenplatz.

Seit 2007 verfolgt das NRW-Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie eine neue Strategie der Frauenförderung, deren zentrales Ziel die deutliche Anhe-bung des Frauenanteils bei den Professuren ist. Dafür stehen jährlich etwa 5 Millionen Euro als Anreiz zur Verfügung, die in einem Wettbewerbsverfahren vergeben werden. Das Berechnungsmodell berücksichtigt zu 50 % den Status quo bei der Berufung von Frauen und zu 50 % die Steigerungsrate im jeweils zurückliegenden Jahr. Für den Erfolg 2008 fließen jetzt exakt 941.500 Euro!

Während die Bergische Universität 2006 mit 13 % noch den drittletzten Platz im Professorinnen-Ranking belegte, konnte sie ihren Anteil an Professorinnen 2007 auf 14 % steigern und in 2008 auf fast 17 %. Damit nimmt die Uni Wuppertal in der dichtesten Wissenschaftslandschaft Europas eine der Spitzenpositionen ein.

Damit verbunden sind Zuweisungen in Höhe von 1.584.300 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren, die zweckgebunden zur Durchführung des Projekts „Maßnahmen zur Steigerung des Frauenanteils an Hochschulprofessuren“ bestimmt sind. Es wurden verschiedene gleichstellungsbezogene Investitionsfelder definiert und in die Profillinien eines Genderkonzepts eingebracht, mit dem sich die Universität erfolgreich am Professorinnenprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) beteiligte und eine Förderzusage für drei Stellen erhielt. Zwei Professuren befinden sich bereits im Besetzungsverfahren. Im günstigsten Fall könnten dadurch 1.125.000 Euro an Bundesmitteln eingeworben werden.

In der Summe addieren sich die monetären Gleichstellungserfolge maximal auf 2.709.300 Euro. Das sei ein wichtiger Indikator für die Wirksamkeit der Gleichstellungsmaßnahmen an der Bergischen Universität und einer an Exzellenz und Chancengleichheit ausgerichteten Berufungspolitik, so Gleichstellungsbeauftragte Dr. Christel Hornstein.

Kontakt:
Dr. Christel Hornstein
hornstei@uni-wuppertal.de
Telefon 0202-439-3090, Handy 0151/15228523

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