Wie Julius Caesar in die Fanmeile kam: Neues Buch von Prof. Weeber

24.09.2009

Wie Julius Caesar in die Fanmeile kam: Neues Buch von Prof. Weeber

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Latinum in latrinam? Ganz und gar nicht, Latein ist voll im Trend. Ob in Schule und Alltag, im Supermarkt oder in der Liebe, wer Latein kann, versteht die Welt und ist selten um eine Antwort verlegen. Prof. Dr. Karl-Wilhelm Weeber, Direktor des Wuppertaler Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums und Honorarprofessor für Alte Geschichte an der Bergischen Universität, zeigt in seinem neuen Buch „Wie Julius Caesar in die Fanmeile kam – Der etwas andere Einstieg ins Lateinische“ wie lebendig diese angeblich tote Sprache ist.

Magnum, Alete, Sinalco, Mars, Labello und Co. - was wäre ein Supermarkt ohne Latein. Am Kiosk stehen Amica und Bella im Fokus der Aufmerksamkeit. Auch die denglisch geprägte Computer-, Werbe- und Wirtschaftswelt bedient sich munter aus dem Lateintopf: Website (websitus), Server (servus), Provider (providere) - Denglatein boomt (bombus, dumpfes Geräusch).

Nicht belehren möchte der Autor, sondern zum Schmunzeln und Staunen anregen, zum Angeben einladen oder beim „Ausredenfinden" helfen: Für Schüler, Lehrer und Studenten, für Latein-Neulinge und für Alt-Lateiner – Aha-Effekte und Spaßfaktor sind garantiert. Schimpfen wie die alten Römer oder Flirten mit Ovid, Prof. Weeber hat für jede Lebenslage Tipps und den passenden lateinischen Spruch parat.

Ein Potpourri an spannenden kulturgeschichtlichen Hintergründen und Anekdoten zeigt, dass Latein untrennbar mit der Zivilisation und dem Leben der alten Römer verbunden ist. Und ganz nebenbei lernt man Latein.

Prof. Dr. Weeber ist auch Lehrbeauftragter für Fachdidaktik der Alten Sprachen an der Universität Bochum und Autor zahlreicher populärer Sachbücher, u. a. zuletzt „Romdeutsch. Warum wir alle lateinisch reden, ohne es zu wissen".

(Karl-Wilhelm Weeber: Wie Julius Caesar in die Fanmeile kam; illustriert von Frank Wowra; 176 Seiten, Halbleinen; Herder-Verlag, Freiburg, September 2009, 14,95 Euro.)

www.herder.de nächste

Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2009/0429_weeber.html