Skulptur „Start“ feierlich enthüllt

14.05.2009

Skulptur „Start“ feierlich enthüllt

In unmittelbarer Nähe des Uni-Haupteingangs auf dem Campus Grifflenberg haben heute Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch, Hochschulratsvorsitzender Dr.h.c. Josef Beutelmann und Peter Vaupel, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Wuppertal, die Skulptur „Start“ der Düsseldorfer Kunstakademieprofessorin Beate Schiff feierlich enthüllt. „Das Werk soll den Beginn eines Flugs darstellen, den Start in einen neuen Lebensabschnitt“, so Beate Schiff (1932-1997) über ihre silberfarbene Aluminium-Kunstharz-Plastik. Die Bergische Universität hatte die Skulptur bereits 1973, ein Jahr nach ihrer Gründung, erworben. 25 Jahre stand die Freiplastik dann vor der Südseite des heutigen Gebäudes I. Im Dezember 1998 musste sie aufgrund von Rissen abgebaut werden. Zehn Jahre später, im Wintersemester 2008/2009, entschloss sich das Rektorat, eine umfassende Restaurierung in Auftrag zu geben. Die Stadtsparkasse Wuppertal sponserte die Restaurierung mit 25.000 Euro.

Rektor Prof. Koch betonte bei der Enthüllung: „Die Skulptur soll zeigen, dass wir im Aufwind sind.“ Künstlerin Hildegard Pütz, Meisterschülerin von Beate Schiff, wünschte den Studierenden und Lehrenden der Bergischen Universität, dass sie die Skulptur als Bereitschaft für stetiges Wachsen interpretieren.

Prof. Dr. Markus Lüpertz, Rektor der Kunstakademie Düsseldorf, hatte in einem Schreiben an Rektor Prof. Koch die Restaurierung begrüßt und deutlich gemacht, dass die Skulptur „sehr viel von dem ausspricht, worum es an einer Hochschule geht – nicht nur zum ‚Start‘, sondern auch über das neue und immer wieder zu vollziehende Beginnen."

Die Bergische Universität hatte das Duisburger Atelier „Die Schmiede“ mit der Restaurierung der Skulptur beauftragt. Die Fachleute überarbeiteten die vergraute Oberfläche der Plastik, stabilisierten für den langfristigen Erhalt ihre Struktur an den Kanten und schlossen den Hohlkörper hermetisch ab. Altersbedingte Risse wurden durch Metallanker gefestigt und die Oberfläche durch einen beidseitig überlappenden Laminat geschlossen.

Meisterschülerin Hildegard Pütz (Mitte) mit (v.l.n.r.) Peter Vaupel, Prof. Dr. med. Johannes Köbberling, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft der Freunde der Bergischen Universität, Rektor Prof. Koch und Dr.h.c. Josef Beutelmann. Meisterschülerin Hildegard Pütz (Mitte) mit (v.l.n.r.) Peter Vaupel, Prof. Dr. med. Johannes Köbberling, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft der Freunde der Bergischen Universität, Rektor Prof. Koch und Dr.h.c. Josef Beutelmann. Klick auf das Foto: Größere Version
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Beate Schiff wurde 1932 in Berlin als Tochter eines jüdischen Arztes und einer evangelischen Malerin geboren. 1947 bis 1949 besuchte sie die Meisterschule für Kunsthandwerk in Berlin, 1949 bis 1954 studierte sie – ebenfalls in Berlin – an der Hochschule für Bildende Künste bei Gustav Seitz und Alexander Gonda. 1955 beendete sie ihr Studium an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschülerin bei Ewald Mataré.

In den 1960er Jahren wirkte Beate Schiff als wissenschaftliche Zeichnerin am Meeresbiologischen Institut in Neapel und als freie Künstlerin in verschiedenen Städten. Ab 1965 arbeitete sie an der Kunstakademie Düsseldorf als Dozentin, 1972 erhielt sie dort einen Lehrstuhl für Bildhauerei.

Aus den Bildhauerei-Kursen von Prof. Schiff sind zahlreiche, international renommierte Künstlerinnen und Künstler hervorgegangen. Nur drei Monate nach Beendigung ihrer Lehrtätigkeit starb Beate Schiff im Dezember 1997.

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