„Denkfabrik“ für Velbert/Heiligenhaus: Institut für Sicherungssysteme eröffnet

20.08.2009

„Denkfabrik“ für Velbert/Heiligenhaus: Institut für Sicherungssysteme eröffnet

Eröffneten das neue Uni-Institut in Velbert/Heiligenhaus (v.l.n.r.): Bürgermeister Dr. Jan Heinisch, Heiligenhaus, Bürgermeister Stefan Freitag, Velbert, Staatssekretär Dr. Jens Baganz, Institutsleiter Prof. Dr.- 
Ing. Kai-Dietrich Wolf, Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch und Ulrich Hülsbeck, Vorsitzender Verein Schlüsselregion e. V.
Eröffneten das neue Uni-Institut in Velbert/Heiligenhaus (v.l.n.r.): Bürgermeister Dr. Jan Heinisch, Heiligenhaus, Bürgermeister Stefan Freitag, Velbert, Staatssekretär Dr. Jens Baganz, Institutsleiter Prof. Dr.- Ing. Kai-Dietrich Wolf, Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch und Ulrich Hülsbeck, Vorsitzender Verein Schlüsselregion e. V. Klick auf das Foto: Größere Version (2500 x 1704 pix; 2,95 MB)
Foto Michael Mutzberg

Die Bergische Universität Wuppertal hat am Donnerstag in Velbert ihr Institut für Sicherungssysteme eröffnet. Über 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft waren der gemeinsamen Einladung von Universität und Verein „Die Schlüsselregion e.V.“ zur Eröffnungsfeier im Festzelt an der Talstraße gefolgt. Mit dem Institut soll eine „Denkfabrik“ der Universität entstehen, die sich auf Forschungsfelder rund um Sicherungs- und Beschlagtechnik spezialisiert und eng mit der Wirtschaft in der Region Velbert/Heiligenhaus zusammenarbeitet.

2007 hatten zwölf Unternehmen der Region, die Städte Velbert und Heiligenhaus und die Bergische Universität in einem Kooperationsvertrag die geplante Gründung des Instituts für Sicherungssysteme vereinbart. Grundgedanke war und ist, das Institut in der Region Velbert/Heiligenhaus zu verankern und zugleich organisatorisch in die Bergische Universität zu integrieren, die es nach einer zeitlich begrenzten Anschubfinanzierung durch die beteiligten Unternehmen und die beiden Städte aus eigenen Mitteln fortführt. Für die fünfjährige Startphase stehen 1,9 Mio. Euro aus Spenden der Unternehmen und Städte bereit.

Rektor Prof. Koch lobte das Engagement der Kooperationspartner: „Wir sind sehr froh über diese Zusammenarbeit. Sie ermöglicht uns ein neues Institut in einem Forschungsfeld, das für die Industrie im regionalen Umfeld besonders wichtig ist und zugleich an Kompetenzen der Universität anknüpft.“ Es sei, so Prof. Koch, für die Universität eine bemerkenswerte Chance, ein Forschungsinstitut Hand in Hand mit mittelständischen Unternehmen und benachbarten Kommunen errichten zu können.

Neben den beteiligten Unternehmen und den beiden Städten richtete er seinen Dank insbesondere an Staatssekretär Dr. Jens Baganz vom NRW-Wirtschaftsministerium als Vertreter der Landesregierung. Auch diese, so Prof. Koch, gehöre zu den „Eltern des Erfolgs“: Erst die künftige Förderung aus Landes- und EU-Mitteln mache es möglich, dass am Institut für Sicherungssysteme ein breiter Ansatz verfolgt werden könne. So soll neben einem ingenieurwissenschaftlichen Mechatronik-Zweig ein zweiter Zweig für Objektsicherheit entstehen, mit dem eine Brücke zwischen Maschinenbau und Sicherheitstechnik geschlagen wird.

Die Hürden für eine solche Förderung liegen hoch: Die Vergabe von Fördermitteln erfolgt in NRW nach dem Wettbewerbsprinzip, so dass sich die Antragssteller erst im Förderwettbewerb „RegioCluster.NRW“ behaupten mussten, an dem sich Regionen mit besonderen Kom-petenzen in einem bestimmten Branchenbereich beteiligen konnten.

Schlüsselregion-Vorsitzender Ulrich Hülsbeck wies darauf hin, dass es vor allem der „regionale Schulterschluss“ gewesen sei, der die Wettbewerbs-Jury überzeugt habe. Hierzu hatten sich unter dem Dach der Schlüsselregion neben der Bergischen Universität auch die in Velbert ansässige „Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge“ und die Wirtschaftsförderungen Velbert und Heiligenhaus mit einem abgestimmten Strategiepaket rund um die Schließ- und Sicherungstechnik gemeinsam an dem Wettbewerb beteiligt.

Auch Ulrich Hülsbeck dankte der Politik aus Land und Kommunen: „Wir freuen uns sehr, dass das Konzept für die Institutsgründung von der Landesregierung und den Städten Velbert und Heiligenhaus unterstützt wird.“ Besonders erfreulich sei dabei, dass städteübergreifend eine funktionierende Zusammenarbeit entstanden sei.

Den Schulterschluss betonte auch Velberts Bürgermeister Stefan Freitag, der gemeinsam mit seinem Heiligenhauser Amtskollegen Dr. Jan Heinisch an die Anfänge der Initiative erinnerte. Ende 2006 war die Geburtsstunde des Vereins Die Schlüsselregion e.V. mit heute über 70 Mitgliedsunternehmen.

Freitag verwies auf die besondere Historie des Instituts-Standorts an der Velberter Talstraße, wo früher die Gießerei August Engels stand, und nannte dies „Strukturwandel mit Augenmaß“. „Velbert und Heiligenhaus stehen für besondere Kompetenz als die Schlüsselregion für Sicherungs- und Beschlagtechnik“, so der Heiligenhauser Bürgermeister Dr. Heinisch.

Höhepunkt der Feierlichkeit war die symbolische Schlüsselübergabe an Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Kai-Dietrich Wolf. Zu Wochenbeginn hatte Prof. Wolf seine Ernennungsurkunde als Stiftungsprofessor für Mechatronik erhalten. Sein Forschungsschwerpunkt ist das Fach Systemzuverlässigkeit, in dem er zuvor an der TU Darmstadt und am dortigen Fraunhofer-Institut in Kooperation mit der Industrie tätig war.

Die Initiatoren des Instituts für Sicherungssysteme:

Bergische Universität Wuppertal
Brose Schließsysteme GmbH & Co. KG
C.Ed. Schulte GmbH Zylinderschloßfabrik
CARL FUHR GmbH & Co. KG
Die Schlüsselregion e.V.
EMKA Beschlagteile GmbH & Co. KG
Huf Hülsbeck & Fürst GmbH & Co. KG
Kiekert AG
Schulte-Schlagbaum AG
Stadt Heiligenhaus
Stadt Velbert
Wilh. Schlechtendahl & Söhne GmbH & Co. KG
WILKA Schließtechnik GmbH
WITTE-Velbert GmbH & Co. KG
Woelm GmbH
YMOS Ubrig GmbH

Kontakt:
Dr. Thorsten Enge
Telefon 02051/607104
E-Mail t.enge@schluesselregion.de

www.schluesselregion.de
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