Klimawandel verändert die wissenschaftliche Praxis

28.10.2009

Klimawandel verändert die wissenschaftliche Praxis

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Der menschgemachte Klimawandel verändert wie kaum ein anderes Phänomen die wissenschaftliche Praxis. Forschungsergebnisse werden unmittelbar zum Politikum, in das die Wissenschaft verwickelt ist. Die Wissenschaft übt einen direkten Einfluss auf die Gesellschaft aus, indem ihre Aussagen über das Klima Produktion und Konsum verändern bzw. verändern sollten. Beispiellos ist auch die Komplexität des Klimaphänomens, dessen Erforschung neue Formen der Zusammenarbeit von zahllosen Forschern rund um den Globus erforderlich macht. Trotz ständig wachsender Datenmengen bleiben die Szenarien "unsicher", jedoch auf "höchster Alarmstufe". In diesem Wintersemester behandeln das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und das Interdisziplinäre Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT) der Bergischen Universität die brisante Thematik mit einer gemeinsamen Ringvorlesung.

Dafür konnten sieben renommierte Wissenschaftler gewonnen werden:

  • Prof. Dr. Stefan Emeis vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung Garmisch-Partenkirchen wird dem Gang der Klimaforschung von der empirischen Naturforschung zu einer moralischen Wissenschaft nachgehen (4. November).
  • Dr. Hans-Jochen Luhmann, Wuppertal Institut, sieht bei der Klimawissenschaft die Forschung als Börsenfaktor (18. November).
  • Der Atmosphärenphysiker Prof. Dr. Ralf Koppmann von der Bergischen Universität fragt, was mit der Erdatmosphäre passiert (2. Dezember).
  • Unmittelbar nach den internationalen Klimaverhandlungen in Kopenhagen findet der Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Graßl vom Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg, statt; er befasst sich mit dem 2°C-Ziel und sieht politische Dilemmata bei wissenschaftsgetriebenem Handeln (16. Dezember).
  • Die Wissenschaftshistorikerin Prof. Dr. Amy Dahan-Dalmedico aus Paris betrachtet die Interaktionen von Wissenschaft und Politik (6. Januar 2010).
  • Die Berliner Philosophin Dr. Gabriele Gramelsberger setzt sich mit dem Geltungsparadox der Klimamodelle auseinander (20. Januar).
  • Die Reihe beendet Prof. Dr. Dieter Birnbacher vom Philosophischen Institut der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit seinem Vortrag „Klimaverantwortung als Verteilungsproblem“ (3. Februar).

Die Veranstaltungen finden jeweils mittwochs um 18 Uhr an der Bergischen Universität (Campus Grifflenberg, Gebäude G, Ebene 10, Hörsaal 5) oder in der Aula des Wuppertal Instituts, Döppersberg 19, 42103 Wuppertal statt (Einzeilheiten im Programm). Der Eintritt ist frei.

Kontakt:
Prof. Dr. Gregor Schiemann
Telefon 0202/439 2358,
Sekretariat -3927
E-Mail iz1@uni-wuppertal.de

Prof. Dr. Erhard Scholz
Telefon 0202/439-2526
E-Mail Erhard.Scholz@math.uni-wuppertal.de

Dr. Hans-Jochen Luhmann,
Wuppertal Institut: Anfragen an Dorle Riechert, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 0202/2492-180
E-Mail dorle.riechert@wupperinst.org

www.izwt.uni-wuppertal.de
www.wupperinst.org
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