Prominentes Amt für Physiker Prof. Karl-Heinz Kampert

24.11.2009

Prominentes Amt für Physiker Prof. Karl-Heinz Kampert

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(Aktualisiert 26.11.2009) Prof. Dr. Karl-Heinz Kampert, Wuppertaler Experimentalphysiker, ist zum Vorsitzenden des Wissenschaftliches Rates des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt berufen worden und damit auch „geborenes Mitglied“ im Aufsichtsrat des Helmholtzzentrums. Prof. Kampert war erst im Mai dieses Jahres als externes Mitglied in den Wissenschaftlichen Rat eingetreten.

Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung betreibt eine weltweit einmalige Beschleunigeranlage für Ionenstrahlen mit einem breiten Forschungsprogramm, das von Kern- und Atomphysik über die Plasma- und Materialforschung bis hin zur Tumortherapie reicht.

Das Beschleunigerzentrum wird gegenwärtig mit internationaler Beteiligung für ca. 1,2 Mrd. Euro ausgebaut, um ab 2016 neue Einblicke in die Struktur der Materie und die Evolution des Universums zu ermöglichen, aber auch, um im Anwendungs- und Innovationsbereich zu arbeiten.

Die neue Anlage „Facility for Antiproton and Ion Research“ (FAIR) soll als internationales Forschungszentrum organisiert werden und ist aktuell die größte europäische Einzelinvestition in der Grundlagenforschung. Gesellschafter sind der Bund (90 %) und Hessen (10 %).

Das GSI beschäftigt derzeit etwa 1050 Mitarbeiter, darunter 300 Wissenschaftler und Ingenieure. Die überwiegende Nutzung der GSI-Anlagen erfolgt durch auswärtige Einrichtungen, vor allem von deutschen und internationalen Hochschulen mit gegenwärtig über 1200 Wissenschaftlern.

Der international besetzte Wissenschaftliche Rat berät das Direktorium des GSI in allen wissenschaftlichen und technischen Fragen, bewertet aktuelle Forschungsvorhaben und spricht Empfehlungen für das zukünftige GSI-Programm aus. Er unterstützt auch den Aufsichtsrat in seinen Beschlussfassungen.

Als Forscher ist Prof. Kampert u.a. am Pierre Auger Observatorium in Argentinien, dem größten wissenschaftlichen Experiment, das je gebaut wurde, zum Nachweis höchstenergetischer Teilchen des Universums beteiligt. Die Energien dieser Teilchen sind mehr als 10 Millionen Mal höher als die des Large Hadron Colliders (LHC) am europäischen Forschungszentrum CERN. Bisher gibt es keine Einigkeit darüber, woher diese Teilchen stammen und wie sie auf so hohe Energien beschleunigt werden können.

Kontakt:
Prof. Dr. Karl-Heinz Kampert
Telefon 0202/439-2856, -2640
E-Mail kampert@uni-wuppertal.de

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Am Donnerstag, 26.11., spricht Prof. Dr. Karl-Heinz Kampert in der Reihe UniTal.


Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2009/1124_kampert.html