Tagung zum zweisprachigen Lehren und Lernen

10.03.2010

Tagung zum zweisprachigen Lehren und Lernen

Prof. Dr.Lars Schmelter Prof. Dr.
Lars Schmelter

Die Weiterentwicklung des zweisprachigen Lehrens und Lernens stand im Mittelpunkt einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Fremdsprachenforschung (DGFF) an der Bergischen Universität. Auf der von Prof. Dr. Bärbel Diehr (Didaktik des Englischen) und Prof. Dr. Lars Schmelter (Didaktik der romanischen Sprachen) organisierten Veranstaltung diskutierten über 100 Teilnehmer, darunter Vertreter des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Fremdsprachenlehrkräfte, Fachleiter, Referendare sowie Studierende, mit Forschern und praxiserfahrenen Lehrkräften.

In Plenarvorträgen und Workshops wurden Ergebnisse aus der aktuellen Forschung vorgestellt. So erläuterte Prof. Dr. Wolfgang Hallet (Universität Gießen) die für das Ziel einer mehrsprachigen Diskurskompetenz notwendige Fähigkeit der semiotischen Übersetzung und die Fähigkeit, lebensweltliche Problemlagen in den spezifischen Sprachen von Sachfächern zu modellieren. Prof. Diehr: „Eine mehrsprachige Diskurskompetenz ist wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche und kulturelle Partizipation in mehrsprachigen, europäisierten und globalisierten Gesellschaften.“

Der Wuppertaler Emeritus Prof. Dr. Dieter Wolff, der 1995/1996 den Zusatzstudiengang „Bilingualer Sachfachunterricht“ an der Bergischen Universität konzipierte und seit Jahren an der Entwicklung bilingualen Sachfachunterrichts in verschiedenen Ländern Europas beteiligt ist, gab Einblicke in aktuelle Fragen der Curriculumentwicklung für den bilingualen Unterricht.

In Workshops wurden Beispiele aus Fächern wie Geschichte, Biologie und Kunst, die bilingual unterrichtet werden, sowie fächerübergreifende Aspekte des bilingualen Sachfachunterrichts in verschiedenen Schulformen, Jahrgangsstufen (von der Grundschule bis zur gymnasialen Oberstufe) und Fremdsprachen erarbeitet und bilinguale Ausbildungsmöglichkeiten in der zweiten Phase der Lehrerausbildung aus der Sicht von Schule und Seminar, Referendaren und Fachleitern erörtert.

Dr. Eike Thürmann (ehemals Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, Soest) stellte abschließend das innovative Potenzial des bilingualen Unterrichts für das Lehren und Lernen von Fremdsprachen und Sachfächern heraus.

Homepage der Tagung
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Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2010/0301_bilingual.html