Physiker Prof. Christian Zeitnitz managt Millionen-Projekt

15.03.2010

Physiker Prof. Christian Zeitnitz managt Millionen-Projekt

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Prof. Dr. Christian Zeitnitz, Wuppertaler Physiker, wird wissenschaftlicher Manager der Helmholtz-Allianz „Physik an der Teraskala“, ein 25 Millionen Euro-Projekt, das unter Federführung des Deutschen Elektronen-Synchrotons DESY betrieben wird. In dieser Allianz von 18 Universitäten, dem Max-Planck-Institut für Physik, München, und den beiden Helmholtzzentren DESY (Hamburg) und KIT (ehemals Forschungszentrum Karlsruhe) hat Prof. Zeitnitz am 1. März 2010 das wissenschaftliche Management für die nächsten zweieinhalb Jahre übernommen.

Die Allianz unterstützt die Erforschung der elementaren Bestandteile der Natur. Dazu werden Kollisionen von Teilchen bei Energien von „Teraelektronenvolt“ auf kleinstem Raum untersucht, wobei Bedingungen herrschen wie sehr kurz nach dem Urknall. Ende 2009 war der weltweit einmalige Teilchenbeschleuniger, der Large-Hadron-Collider (LHC) am CERN (Genf), wieder in Betrieb gegangen.

Die Mitglieder der Allianz sind an den Experimenten am LHC beteiligt und werden in den nächsten Jahren maßgeblich zur Analyse der experimentellen Daten beitragen. „Die Allianz ermöglicht eine Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Forschungszentren, die es vorher so noch nie gegeben hat“, sagt Prof. Dr. Christian Zeitnitz. „Das Management einer Gruppe von weit über 100 Forschern ist eine Riesen-Herausforderung.“

Weitere Allianzprojekte umfassen die Entwicklung zukünftiger Teilchendetektoren, Beschleuniger und GRID-Computing. Die Teilchenphysik an der Bergischen Universität erhält aus den Mitteln der Allianz zwei Millionen Euro. Die beteiligten Wuppertaler Physiker Prof. Dr. Robert Harlander, Prof. Dr. Peter Mättig, Prof. Dr. Günter Müller, Prof. Dr. Wolfgang Wagner und Prof. Dr. Zeitnitz sind sowohl am LHC-Beschleuniger als auch am geplanten „Internationalen Linearcollider“ (ILC) beteiligt. Mit der Förderung wurde insbesondere die starke Rolle der Wuppertaler Physiker im Bereich des "Grid Computings" anerkannt, einer Technologie, mit deren Hilfe in einem weltweiten Verbund Rechnerleistungen und Datenspeicherung gekoppelt werden.

Am LHC werden Millionen von Gigabyte an Daten gespeichert, die parallel von tausenden von Physikern aus aller Welt untersucht werden. Dazu wird ein globales Rechenzentrum aufgebaut. In Wuppertal wird durch die Helmholtz-Allianz ein wichtiger Stützpunkt in diesem Verbund finanziert. Aus NRW sind Forschergruppen der Universitäten Aachen, Bonn, Dortmund, Siegen und Wuppertal an "Physik an der Teraskala" beteiligt.

Kontakt:
Prof. Dr. Christian Zeitnitz
Telefon 0202/439-3088
E-Mail zeitnitz@physik.uni-wuppertal.de

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