Bologna-Prozess: Lob für Uni Wuppertal

17.03.2010

Bologna-Prozess: Lob für Uni Wuppertal

(Aktualisiert 18.03.2010) Im zeitlichen Umfeld des „historischen“ Treffens der Bildungsminister der 46 europäischen Bologna-Staaten in Budapest/Wien 10 Jahre nach Start des Bologna-Prozesses ist die Bergische Universität Wuppertal als Good-Practice-Beispiel herausgestellt worden. Das teilte die Hochschul-Rektoren-Konferenz (HRK) mit, deren Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel als Vertreterin der deutschen Hochschulen an dem Treffen teilnahm. Der neue "Bologna-Check 2010" der Bergischen Universität setzt auf größtmögliche Partizipation, weil Lehrende und Studierende durch individuelle Befragungen und Berücksichtigung der Gremien einbezogen werden. Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch: „Dieses Lob ist Ansporn und Verpflichtung zugleich!“

Die European University Association (EUA) hatte in ihrem "Trends 2010-Report" Befunde zur Entwicklung des Bologna-Prozesses in den Teilnehmerländern veröffentlicht. Demnach haben 95 Prozent aller Hochschulen die neuen Studiengänge eingeführt. Die Richtung des in Deutschland bereits laufenden „Nachsteuerungsprozesses“ wird in dem Report bestätigt: Im Zieljahr 2010 bestünden vor allem noch Defizite bei der Finanzierung, der Gestaltung der Studienprogramme und der Anerkennung von Studienleistungen.

An der Universität Wuppertal werden für alle angebotenen Bachelor-Studiengänge die notwendigen Verbesserungen zentral dokumentiert, heißt es in der HRK-Mitteilung. In der Analyse der empirischen Materialien, bei der Ableitung gemeinsamer Zielvorstellungen und bei der Entwicklung geeigneter Maßnahmen werde ein größtmöglicher Diskurs angestrebt. Schließlich setze das Wuppertaler Verfahren auf Transparenz: Alle Beteiligten würden über Verfahren und (Zwischen-) Ergebnisse auf einer Webseiteumfassend informiert.

Zu Beginn des Jahres war an der Bergischen Universität vor dem Hintergrund der politischen Diskussion und auch wegen der von Studierenden geäußerten Kritik eine umfassende Bestandsaufnahme der Bachelor-Studiengänge eingeleitet worden.

Der Bologna-Prozess bezeichnet das politische Vorhaben zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulwesens bis 2010. Er beruht auf einer 1999 von zunächst 29 europäischen Bildungsministern in Bologna, der ältesten Universitätsstadt Europas, unterzeichneten Bologna-Erklärung.

www.qsl.uni-wuppertal.de/aktuelle-projekte/bologna-check-2010.html
www.hrk-bologna.de/bologna
www.bolognanet.hrk.de
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