Europa-Abgeordnete besuchen Wuppertaler Industrieprojekt

14.04.2010

Europa-Abgeordnete besuchen Wuppertaler Industrieprojekt

2009 hatten sich in Wuppertal drei Partner zusammengeschlossen, um eine echtzeitfähige Steuerung für hochautomatisierte Fertigungsanlagen zu entwickeln: Das IT-Unternehmen Global C, das auf Informations- und Kommunikationstechnik von Fertigungsanlagen spezialisiert ist, Prof. Dr. Stefan Bock, der an der Bergischen Universität Wirtschaftsinformatik und Operations Research lehrt, und der internationale Automobilzulieferer Brose, der in Wuppertal eine der größten Produktionsanlagen für Schließsysteme in Europa betreibt. Jetzt besuchten die CDU-Europaabgeordneten Herbert Reul (Bergisch-Gladbach) und Dr. Markus Pieper (Münster), Experte seiner Fraktion für Regionalpolitik, sowie der Wuppertaler CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt, Mitglied im Europa-Ausschuss des Bundestages, die Industriekooperation auf dem Gelände von Brose in Ronsdorf.

Aufgabe der Projektpartner ist, maschinenbezogene Daten mit betrieblichen Abläufen in Echtzeit zu verknüpfen: Alle Informationen der Fertigungsanlage, die für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen des Herstellungsprozesses relevant sind, müssen verarbeitet werden. Parallel dazu müssen Informationen über Materialverfügbarkeit, Terminplanungen, Personalkapazitäten, die für den Produktionsprozess der Fertigungsanlagen bedeutsam sind, mit der Maschinensteuerung rückgekoppelt werden. Um den entscheidenden Fortschritt im Produktionsablauf zu erzielen, erfolgen alle Schritte in Echtzeit.

Für das Projekt werden 600.000 Euro aus dem „NRW-Ziel 2-Programm“ zur Verfügung gestellt, wovon allein 290.000 Euro an die Bergische Universität fließen. Prof. Bock und sein Team versorgen die Partner mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus dem Bereich der Echtzeitsteuerung. Im Rahmen ihrer Forschung entwickelte das Team ein neues Steuerungskonzept, das simultan Prozessausführung und Planberechnung integriert. Der Projektpartner Global C stellt sicher, dass die erfassten Informationen einer Fertigungsanlage unternehmensweit genutzt werden können. Für Brose bleibt die Entwicklung keine Prototypen-Generierung unter Laborbedingungen, sondern es entsteht ein prototypisches Produktionssystem unter realen Bedingungen.

Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Bock
Telefon 0202/439-2442
E-Mail: s.bock@winfor.de

http://winfor.uni-wuppertal.de
www.globalc.de
www.brose.de
www.ziel2-nrw.de
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Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2010/0414_ziel.html