Symposium an der Bergischen Universität

25.05.2010

Energieversorgung und Energieeffizienz

Symposium an der Bergischen Universität

Spannende Vorträge und Diskussion zur Energieversorgung und -effizienz im Gästehaus der Bergischen Uni: Ausrichter Prof. Dr. Joachim M. Marzinkowski (rechts) und Dipl.-Ök. Holger Berg (2.v.r.). Spannende Vorträge und Diskussion zur Energieversorgung und -effizienz im Gästehaus der Bergischen Uni: Ausrichter Prof. Dr. Joachim M. Marzinkowski (rechts) und Dipl.-Ök. Holger Berg (2.v.r.).

Klimawandel, steigende Rohstoffpreise und Energiekosten sind bestimmende Themen unserer Zeit, Fragen der Energieversorgung und Energieeffizienz zentrale Themen in Unternehmen. Letzte Woche fand im Gästehaus auf dem Campus Freudenberg ein Symposium zum Thema „Energieversorgung — Energieeffizienz“ statt. Ausrichter der interdisziplinären Veranstaltung waren das Fachgebiet Sicherheitstechnik/Umweltchemie unter Leitung von Prof. Dr. Joachim M. Marzinkowski und das Institut für Gründungs- und Innovationsforschung (igif) vertreten durch Dipl.-Ök. Holger Berg. Referenten aus der Forschung, von Energiekonzernen und mittelständischen Unternehmen analysierten Perspektiven für die Energiezukunft und präsentierten innovative Lösungsvorschläge.

In seiner Begrüßung ging Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch auf die große Bedeutung und außerordentliche Komplexität der Energiethematik ein. Dr. Stefan Bringezu vom Wuppertal Institut und Dr. Karl-Friedrich Ziegahn vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) referierten zu Fragen der Ressourcensicherheit und -versorgung im Zusammenhang mit der Energieforschung. Jörg Kerlen von der RWE Power AG stellte die Versorgungssicherheit aus Sicht der Energiewirtschaft dar. Günter Kikillis vom E.ON Anlagenservice berichtete zur Energieeffizienz am Beispiel der Optimierung einer Dampfkesselanlage eines Textilbetriebes. Dr. Jürgen Lenz vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches befasste sich mit den Potenzialen der Kraft-Wärme-Kopplung, Dr. Dariush Hourfar, E.ON Engineering, und  Dietmar Wolf, AREVA-NP, mit aktuellen Entwicklungen der Kraftwerkstechnik und –sicherheit. Dr. Jürgen Kellers, Zenergy Power GmbH, Rheinbach, berichtete über Erfolge mit der Anwendung der Supraleitung, die bei der Erneuerung eines alten Wasserkraftwerks zu einer erheblichen Steigerung der Energieeffizienz führten. Kleine und mittelständische Unternehmen können für ihre besten Ideen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz Fördermittel erhalten. Dr. Karl-Georg Steffens vom Forschungszentrum Jülich stellte den aktuellen Energie-Wettbewerb des Landes NRW vor.

Anschließend diskutierten die Teilnehmer die Herausforderungen, die durch Rohstoffknappheit, Klimawandel und Technologiewechsel entstehen. Referenten und Publikum waren sich am Ende einig, dass der wünschenswerte Wechsel zu erneuerbaren Energien nicht ohne Reibung und schmerzhafte Anpassung erfolgen und sich auch mittelfristig nicht realisieren lassen wird. Dipl.-Ök. Holger Berg: "Folgerichtig müssen aktuelle und zukünftig geplante Kraftwerke umso mehr den Kriterien von Effizienz und Wirkungsgrad genügen, eine Verbesserung der Netze geschafft und auch die vielen Möglichkeiten der Energieeinsparung in Unternehmen und Haushalten durchgesetzt werden."

Kontakt:
Dipl.-Ök. Holger Berg
Fachbereich Wirtschaftswissenschaft – Schumpeter School of Business and Economics
Telefon 0202/439-2475
Fax 0202/439-2464
E-Mail berg@wiwi.uni-wuppertal.de

Prof. Dr. Joachim M. Marzinkowski
Fachbereich Architektur, Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Sicherheitstechnik
Fachgebiet: Sicherheitstechnik/Umweltchemie
Telefon 0202/439-2497
Fax 0202/439-2676
E-Mail marzinko@uni-wuppertal.de

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