Studierende entwickeln Antrieb für Roboterarme

27.05.2010

Studierende entwickeln Antrieb für Roboterarme

Roboterarm mit (v.l.n.r.) Daniel Beckers, Timo Geldmacher, Prof. Dr.-Ing. Peter Gust, Laura-Mariann Kleebaum, MScEng Frank Büsener und Tim Frink. Roboterarm mit (v.l.n.r.) Daniel Beckers, Timo Geldmacher, Prof. Dr.-Ing. Peter Gust, Laura-Mariann Kleebaum, MScEng Frank Büsener und Tim Frink.Klick auf das Foto: Größere Version
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Foto Friederike von Heyden

Unter Leitung von Maschinenbauer Prof. Dr.-Ing. Peter Gust und seinem Mitarbeiter MScEng Frank Büsener entwickeln und bauen zurzeit rund 76 Wuppertaler Studierende in Vierer-Teams jeweils eine Antriebseinheit (Getriebe, Motor, Hebel, Gehäuse etc.) zur Steuerung des Roboterarms „robolink“ der igus GmbH, Kunststofftechnik-Spezialist aus Köln. Das Projekt ist eine Kooperation mit der Universität des Saarlandes.

Die Getriebeentwicklung erfolgt an der Bergischen Universität. Die Entwicklung und Fertigung des Getriebegehäuses läuft für die meisten Teams ebenfalls in Wuppertal, aber für drei ausgewählte Teams an der Universität in Saarbrücken. Prof. Gust: „Neben der rein technischen Herausforderung sollen unsere Studierenden das Arbeiten an verteilten Standorten lernen.“ Zum Projektstart begrüßte die Bergische Uni die Studenten aus dem Saarland Ende April in Wuppertal, am 9. Juni geht es für die Wuppertaler zum Gegenbesuch nach Saarbrücken. Für die Kommunikation zwischen den Teams steht den Studierenden im Tagesgeschäft eine Internetplattform zur Verfügung.

Die Firma igus lässt zurzeit ihr Produkt robolink, ein Mehrachsgelenk für Roboter, durch Tester ausprobieren. Prof. Gust: „Wir haben uns mit unserem Projekt beworben und sind als eine von mehreren Hochschulen ausgewählt worden. Wir waren die Ersten!“ Die Firma Schunk GmbH & Co. KG, Marktführer in der Handhabungstechnik mit Hauptsitz in Lauffen am Neckar, unterstützt das Projekt durch die Bereitstellung von Antrieben und Greifern.

Prof. Gust: „Unser Projekt ist ein Beispiel für die lebendige und intensive Ausbildung des Maschinenbaus in Wuppertal. Mit solchen Projekten können wir uns durchaus mit anderen Hochschulen in NRW messen, die im aktuellen CHE Ranking mit Noten von 2,4 bis 3,0 alle in einem ähnlichen Bereich wie unser Maschinenbau (Note 2,8) abgeschnitten haben.“

http://konstruktion.mbau.uni-wuppertal.de/
www.igus.de/robolink


Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Peter Gust
Lehr- und Forschungsgebiet Konstruktion (Engineering Design)
Telefon 0202/439-2046
E-Mail peter.gust@uni-wuppertal.de

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Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2010/0527_gust.html