Fachtagung an der Bergischen Universität

02.06.2010

Professionalisierung und Qualitätssicherung in der Gründungsberatung

Fachtagung an der Bergischen Universität

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Vom Frisör bis hin zur High-Tech-Gründerin – alle benötigen qualifizierte Begleitung und Hilfestellung bei der Planung und Umsetzung ihrer Geschäftsideen. Gründungsberater müssen nicht nur betriebswirtschaftliche Wissenslücken schließen und Branchenkenntnisse besitzen, sondern auch das persönliche Lebensumfeld der angehenden Gründer berücksichtigen, Kontakte zu potentiellen Geldgebern herstellen und im besten Fall nach der Gründung als Coach und Berater zur Verfügung stehen. Ende Mai hatte das Institut für Gründungs- und Innovationsforschung (IGIF) Experten aus Forschung und Praxis zur Fachtagung „Aktuelle Entwicklungslinien der Gründungsberatung“ an die Bergische Universität Wuppertal eingeladen.

Im Mittelpunkt standen Fragen der Qualitätssicherung und Professionalisierung der Gründungsberatung. Ein besonderes Augenmerk lag auf den Herausforderungen einer zielgruppenspezifischen und gendersensiblen Gründungsberatung. Von Anfang an als Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft angelegt, diskutierten die vortragenden Experten mit dem überregionalen Fachpublikum aus kommunaler Wirtschaftsförderung und Gründungsberatung

In ihrem Grußwort an die rund 60 Teilnehmer aus ganz Deutschland betonte Prof. Dr. Christine Volkmann, Leiterin des Instituts für Gründungs- und Innovationsforschung (IGIF), die besondere Bedeutung der Gründungsberatung für erfolgreiche Gründungen. Sie plädierte für einen systematischen Kommunikationsprozess zwischen Wissenschaft und Praxis, für den sich das IGIF in vielen Bereichen besonders einsetze. Die Arbeit des IGIF gilt als ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die seit Jahren gute Platzierung der Bergischen Universität im Ranking der besten Gründungshochschulen Deutschlands

Anschließend referierte Dr. Birgit Buschmann, Vorstand Deutsches Gründerinnen Forum e.V. und Verband Deutscher Gründungsinitiativen e.V., gemeinsam mit Birgitt Wählisch, Trainerin und Beraterin für Gründer und Unternehmer, zu den Themen institutionelle Beratung und Förderung von Gründern sowie Anforderungen an zielgruppen- und gendersensible Förderpraktiken. Fragen der Entwicklung von Qualitätsstandards in der Gründungsberatung und der Zertifizierung standen dann in der Diskussion im Vordergrund.

Im zweiten Teil der Fachtagung konzentrierte sich Prof. Dr. Klaus Anderseck, akademischer Vater und wissenschaftlicher Leiter des Gründerfernstudiums der FernUniversität in Hagen, auf die Frage der Professionalisierung der Gründungsberatung, insbesondere auf die Etablierung einer marktorientierten Strategie zur Qualifizierung von Beraterinnen und Beratern. Dipl.-Ök. Wolfgang Kuhn (IGIF) stellte die Strukturen und Bedingungen der Gründungsberatung an Hochschulen auf den Prüfstand. Sascha A. Peters, Geschäftsführender Leiter des Gründerfernstudium FernUniversität in Hagen, und Dr. Brigitte Halbfas (IGIF) referierten über die bestehenden Weiterbildungsangebote für Gründungsberater und diskutierten mit dem Fachpublikum die Zukunft des Gründerfernstudiums.

Kontakt:
Dr. Brigitte Halbfas
Stellvertretende Geschäftsführerin des Instituts für Gründungs- und Innovationsforschung (IGIF)
Fachbereich Wirtschaftswissenschaft - Schumpeter School of Business and Economics
Telefon 0202/439-3378
E-Mail halbfas@wiwi.uni-wuppertal.de

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Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2010/0602_gruender.html