Forschungsprojekt zur kommunalen Seniorenarbeit

16.06.2010

Forschungsprojekt zur kommunalen Seniorenarbeit

Die Wuppertaler Soziologin Prof. Dr. Ludgera Vogt und ihre Mitarbeiter haben im Auftrag der Deutschen Post und im Rahmen der geplanten „Vorteilsinitiative Deutschland“ eine qualitative Studie mit 15 NRW-Kommunen durchgeführt. Ihr Ziel, eine umfassende Übersicht der aktuellen und zukünftigen Seniorenarbeit der Städte zu erarbeiten. Prof. Vogt: „Alternde Städte und Gemeinden in Deutschland sowie gesetzliche Veränderungen in der Pflegeberatung haben dazu geführt, dass sich Kommunen in NRW stärker mit ihrer Seniorenarbeit auseinandersetzen.“

Zentrale Ergebnisse der Studie: Die Vielfalt an Seniorenangeboten wird hauptsächlich von Vereinen und Verbänden sowie selbstorganisierten Seniorengruppen gewährleistet. Ludgera Vogt: „Ältere Bürger interessieren sich zunehmend für zielgruppenspezifische Angebote und beteiligen sich an Bürgerprojekten.“

Die auf ehrenamtlicher Basis entstandenen Angebote im Bereich Kultur, Sport, Weiterbildung, Fitness, Gesundheit, Geselligkeit und Reisen unterstützen die Kommunen durch die Schaffung von Rahmenbedingungen, z.B. in Form von Pressearbeit oder Bereitstellung von Räumen. „Bei fehlenden finanziellen Möglichkeiten bewerben sich die Kommunen zunehmend um Förder- und Spendengelder. Dabei treffen sie gerade im Pflegebereich auf eine verstärkte Konkurrenzsituation“, so Prof. Vogt.

Das Internet spielt eine wachsende Rolle in der Seniorenarbeit. Soziologin Ludgera Vogt: „Das Internet dient mehr und mehr als Verbreitungsmedium für Informationen der Kommune. In Großstädten und Mittelstädten hat sich das Internet in der Seniorenarbeit bereits fest etabliert.“ Im Rahmen der „Vorteilsinitiative Deutschland“ plant die Deutsche Post zurzeit ein Onlineportal, auf dem sich Kommunen, gemeinnützige Vereine und öffentliche Einrichtungen mit ihren Angeboten für Senioren präsentieren können.

Homepage von Prof. Vogt


Kontakt

Prof. Dr. Ludgera Vogt
Fachbereich Bildungs- und Sozialwissenschaften
Lehr- und Forschungsgebiet Allgemeine Soziologie
Telefon 0202/439-3951
E-Mail lvogt@uni-wuppertal.de

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Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2010/0616_senioren.html