Kritische Ausgabe der Werke und Briefe Else Lasker-Schülers vollendet

23.06.2010

Kritische Ausgabe der Werke und Briefe Else Lasker-Schülers vollendet

Prof. Dr.
Heinz Rölleke Prof. Dr.
Heinz Rölleke

Die 15jährige Arbeit an einer kritischen Ausgabe der Werke und Briefe von Else Lasker-Schüler ist beendet. Jetzt liegt der letzte Briefband vor: „Else Lasker-Schüler – Werke und Briefe 1941-1945 und Nachträge“ enthält auf 370 Seiten die 689 letzten, aus der Zeit des 2. Weltkrieges datierten Briefe, auf weiteren 100 Seiten 201 Nachtragsveröffentlichungen von zwischen 1897 und 1939 geschriebenen Briefen. Die textkritischen und kommentierenden Anmerkungen auf 439 Seiten bieten eine Fundgrube neuer Informationen.

Hauptherausgeber und Projektleiter sind Vertreter der drei beteiligten Institutionen, dem Deutschen Literaturarchiv, dem Rosenzweig-Zentrum und der Bergischen Universität, namentlich Prof. Dr. Norbert Oellers (Bonn), Itta Shedletzky (Jerusalem) und Prof. Dr. Heinz Rölleke (Wuppertal). Die Redaktion war an der Bergischen Universität angesiedelt und wurde nacheinander von Ulrike Marquardt, Dr. Ricarda Dick sowie Dr. Johannes Barth und Dr. Stefan Neumann geleitet. Den größten Teil der Finanzierung trug die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Der Jüdische Verlag im Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M., hatte das Großprojekt übernommen. Der Jüdische Verlag, 1902 in Berlin gegründet, 1938 von den Nazis zerschlagen, 1958 neu begründet, gehört seit 1990 zum Suhrkamp Verlag.

1996 erschienen die beiden ersten Bänden mit dem lyrischen Gesamtwerk. Es folgten Editionen der Bühnendichtungen, fünf Bände mit Dichtungen in Prosa und anderen Schriften, schließlich sechs Bände mit sämtlichen erhaltenen Briefen der Dichterin an Hunderte verschiedene Empfänger.

Prof. Rölleke: „Die Lasker-Schüler-Gesamtausgabe konnte im rekordverdächtigen Zeitraum von 15 Jahren vollendet werden. Es ist die erste Edition ihrer Art, die einem Oeuvre des 20. Jahrhunderts gewidmet ist. Die Fülle der hier erstmals veröffentlichten, bislang gänzlich unbekannter Texte wie vor allem Quantität und Qualität der erschließenden Erläuterungen machen die 14 Bände zu einem Solitär im Bereich germanistischer Editionen.“

Kontakt:
Prof. Dr. Heinz Rölleke
Telefon 02137/61 43
E-Mail prof.roelleke@web.de

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