Zu Fuß in die Stadt der Zukunft

03.10.2010

Zu Fuß in die Stadt der Zukunft

Zu Fuß gehen ist gesund, schont die Umwelt und spart Benzin. Aber für Politik und Planung spielen Fußgänger oft nur eine untergeordnete Rolle. Urbanes Leben, Freiheit, Lebensqualität – das sind Ziele, die eng mit dem Fußgängerverkehr verbunden sind: Wer sich als Fußgänger frei in der Stadt bewegen kann, möchte dieses angenehme Gefühl nicht missen. Prof. Dr. Carmen Hass-Klau, Fachgebiet Öffentliche Verkehrs- und Transportsysteme: „Städte, die Gedanken und Geld in den Fußgängerverkehr investieren, sind einfach attraktiver!“ Auf den 6. Wuppertaler Verkehrstage, die Ende letzter Woche an der Bergischen Universität stattfanden, diskutierten Experten historische und aktuelle Entwicklungen, neue Ideen und Konzepte. Veranstalter war das Fachzentrum Verkehr in der Abteilung Bauingenieurwesen. Teilnehmer an der Tagung waren vor allem Stadt- und Verkehrsplaner, die das nächstliegende Verkehrsmittel nicht ungeachtet lassen wollen: die eigenen Füße.

Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist Sicherheit. Prof. Hass-Klau: „Wenn auch die schwächsten Verkehrsteilnehmer sicher zu Fuß gehen können, dann haben wir eine menschlichere Gesellschaft. Und wenn Kinder gerne zu Fuß gehen, ist das richtungweisend für die Verkehrsplanung der Zukunft!“

Fast parallel zu den 6. Internationalen Wuppertaler Verkehrstagen fand unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach ein internationaler Workshop zum Thema Straßenverkehrsplanung am Beispiel einer Umgestaltung des Ortskerns von Münster-Wolbeck statt. Im Beisein von Professoren aus Russland, der Schweiz und Südafrika bearbeiteten die Studierenden eine stadtplanerische Projektaufgabe.

Das Projekt wird von der Stadtverwaltung Münster unterstützt, die Erkenntnisse fließen in den Stadtteilrahmenplan für Münster-Wolbeck mit ein, der zurzeit vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung erarbeitet wird. Die Ergebnisse des Workshops wurden Fachleuten und Öffentlichkeit in Münster-Wolbeck (mehr) und auch auf den Internationalen Verkehrstagen an der Universität vorgestellt.

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