Vision Region: querdenkend und risikobereit

02.11.2010

Vision Region: querdenkend und risikobereit

"Vision: Region - Exzellenzveranstaltung 2010". Diese Veranstaltung im Bergischen Institut für Produktentwicklung und Innovationsmanagement in Solingen war Auftakt der regionalen Innovationsinitiative "InnoIntegral – Cut and Tools". Zentrales Thema der Veranstaltung: die Integrale Produktentwicklung – betrachtet aus unterschiedlichen Perspektiven.

Prof. Dr. Uwe Schneidewind Prof. Dr. Uwe Schneidewind

Solingens Oberbürgermeister Norbert Feith betonte, dass das Thema nur in Netzwerken und Kooperationen erfolgreich realisierbar sei, nicht nur zwischen Unternehmen der Region, sondern gemeinsam mit Wissenschaftlern, regionalen Vertretern und Kreativen. Feith zeigte sich erfreut, dass dieser „Mix“ von unterschiedlichen Experten auch im Auditorium vertreten war.

Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts, fokussierte in seinem Vortrag die wachsende Umweltsensibilität und die Integration von Nachhaltigkeit in die Produktenwicklung. Er zeigte auf, dass sogenannte „Öko-Innovationen“ trotz etlicher Herausforderungen an Unternehmen und ihren Netzwerken ein enormes Wettbewerbspotential haben.

Prof. Dr. Thomas Müller-Kirschbaum Prof. Dr. Thomas Müller-Kirschbaum

Prof. Dr. Thomas Müller-Kirschbaum, Leiter Forschung, Entwicklung und Produktion im Henkel-Konzern, betrachtete das Thema Produktentwicklung aus der Perspektive „Innovationstreiber Demografie“. Er analysierte die Potentiale des demografischen Wandels für die vielschichtigen Produktbereiche Kosmetik, Haushaltstechnik, Reisemarkt sowie der Alten- und Krankenpflege. Müller-Kirschbaum unterteilte das Auditorium in Altersgruppen und bewies anhand von praktischen Aufgaben, dass es kein homogenes Altersgruppenverhalten gibt, sondern dass das intragruppale Verhalten überaus heterogen ist. Genau diese Heterogenität der Zielgruppen müsse bei Produktentwicklungsprozessen berücksichtigt werden, so Müller-Kirschbaum.

Design- und Funktionsexzellenz war das zentrale Thema von Prof. Oliver Grabes, Chefdesigner bei Braun. Grabes diskutierte – neben internationalen Beispielen von Exzellenz und Innovation – die besonderen Attribute der Bergischen Region: Werte, Know-how, Qualität! Gleichzeitig stellte er die Frage, ob diese Attribute ausreichen, um für die Zukunft und den aggressiven globalen Wettbewerb gewappnet zu sein. Grabes stellte fest: „Exzellenz kann nur mit den richtigen Menschen an den richtigen Orten entstehen.“

Für die Bergische Region heißt das: exzellente Ausbildung, Forschung auf höchstem Niveau, Förderung von Unternehmensgründung sowie Schaffung von attraktiven Arbeitswelten und Anreizen, um Talente in der Region zu halten. Dazu soll auch das Ziel2-Projekt „Intelligenz in Metall“, Partnerprojekt von InnoIntegral, beitragen. „Intelligenz in Metall“ wird durchgeführt von der Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe e.V. (FGW), An-Institut der Bergischen Universität, in Remscheid und der Wirtschaftsförderung Solingen. Dr. Peter Dültgen, FGW-Geschäftsführer, stellte das Projekt im Rahmen der Exzellenzveranstaltung 2010 kurz vor.

Die Initiatoren und Projektleiter von „InnoIntegral“, Prof. Dr. Heinz-Reiner Treichel, Wissenschaftlicher Direktor des Bergischen Instituts, und Dipl.-Ing. Dipl.-Des. Ralf Aßmann, Geschäftsführer des Bergischen Instituts, freuten sich über die positive Resonanz und forderten die Teilnehmer auf, sich aktiv an dem Projekt InnoIntegral im Rahmen von Workshops und Coachings zu beteiligen.

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos.

www.bergisches-institut.de


Kontakt
:
Bergisches Institut für Produktentwicklung
Prof. Dr. Heinz-Reiner Treichel, Wissenschaftlicher Direktor
Telefon 0202/439-11 62
E-Mail treichel@uni-wuppertal.de

Dipl.-Ing. Dipl.-Des. Ralf Aßmann, Geschäftsführer
Telefon 0212/38 20 781
E-Mail assmann@bergisches-institut.de

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