„Schlagloch“ – ein Buch, ein Volltreffer!

12.03.2010

„Schlagloch“ – ein Buch, ein Volltreffer!

(Aktualisiert 15.03.2010) „Schlagloch“ heißt das Buch, mit dem der Wuppertaler Straßenbauexperte Prof. Dr.-Ing. Hartmut Beckedahl nach dem für die Straßen zerstörerischen Winter einen Volltreffer landet. Kommende Woche erscheint es.

„Schlagloch“ spannt einen Bogen vom Straßenzustand über die Sanierungsmöglichkeiten bis zum Management der Straßenerhaltung. Neben den in Vorschriften festgelegten Standards werden alternative Lösungsmöglichkeiten präsentiert. Außer mit der Erfassung und Bewertung der Zustandsmerkmale von Fahrbahnen, ihrer Instandhaltung und Erneuerung bietet „Schlagloch“ alternative Maßnahmen wie Rückformen für kleine Flächen, Kunststoffmodifizierte Asphalte, Heben und Festlegen von Platten mit speziellen Kunstharz-Injektionsverfahren, behandelt die Revitalisierung gealterter Asphaltdeckschichten und thematisiert Asphaltbauweise mit Energiegewinnung.

Die Bewertung der Netzqualität und Zustandsentwicklung, Aufstellung und Bewertung einer Erhaltungsstrategie sowie die Aufstellung und Umsetzung eines Erhaltungsprogramms runden das Buch ab. Prof. Beckedahl: „Schlagloch ist der Inbegriff für schlechten Straßenzustand. Weil der Bedarf an Straßenerhaltungsmaßnahmen zur Zeit aber erheblich größer ist als die dafür bereitgestellten Gelder von Bund, Ländern und Gemeinden, den Baulastträgern also, habe ich dem provokanten Titel Schlagloch den Untertitel Straßenerhaltung hinzugefügt.“

Der Wuppertaler Straßenbauexperte weist darauf hin, dass die meisten Straßen, Brücken und Tunnels in Deutschland älter als 30 Jahre sind. Und: Der Regelnutzungszeitraum des Straßenoberbaus, also der Zeitraum bis zum Eintreten erster struktureller Schäden bei kontinuierlicher und sachgerechter Erhaltung, sei erst 2001 um 50 Prozent von 20 auf 30 Jahre erhöht worden. Das gelte gleichermaßen für Bundes-, Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen. Prof. Beckedahl: „Der heutige Zustand kann – selbst ohne diesen Winter – weder für Baulastträger noch für die Politik überraschend sein.“ Neben dem alten Straßennetz sei die überproportionale Steigerung des Güterverkehrs dafür verantwortlich, dass sich früher Schäden zeigen und der Nutzungszeitraum insbesondere dann unterschritten wird, wenn die Auswirkungen gestiegener Verkehrsbeanspruchungen nicht durch erhöhten Erhaltungsaufwand kompensiert werde.

Prof. Beckedahl: „Häufig werden nur die nötigsten Reparaturen durchgeführt, um die Verkehrssicherungspflicht zu erfüllen. Damit geht aber eine deutliche Verschlechterung insbesondere des nachrangigen Straßennetzes einher.“ Stadtstraßen seien in vergleichsweise noch schlechteren Zustand, weil zum Teil weniger als 30 Prozent der erforderlichen Mittel zur Verfügung stünden.

„Schlagloch“ richtet sich an Studierende und Praktiker, an Stadt- und Gemeindeverwaltungen, Straßenbau- und Verkehrsbehörden, Straßen- und Autobahnmeistereien, Planungs- und Ingenieurbüros, Straßen- und Tiefbauunternehmen, Baumaschinen- und Gerätehersteller, Baustoffindustrie und Baustoffhandel, Forschungsinstitute – kurz an alle für die Beseitigung von „Schlaglöchern“ als Verkehrsgefährdung Verantwortlichen. (Schlagloch/Straßenerhaltung, 224 Seiten, Hardcover, 40 Tabellen, 104 Abbildungen, Diagramme und Graphiken, 1. Auflage, Otto Elsner Verlagsgesellschaft, März 2010, 48,60 Euro.)

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Hartmut Beckedahl
Telefon 0202/439-4211, 4311
E-Mail beckedah@uni-wuppertal.de; bestlab@uni-wuppertal.de

http://wbserver.bau.uni-wuppertal.de
www.elsner.de

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Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2010/1203_beckedahl.html