Dr.-Ing. Stefan Bracke ist neuer Professor für Sicherheitstechnik/Risikomanagement

09.12.2010

Dr.-Ing. Stefan Bracke ist neuer Professor für Sicherheitstechnik/Risikomanagement

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Dr.-Ing. Stefan Bracke (39), Professor für Qualitätsmanagement und Fertigungsmesstechnik an der Fakultät für Fahrzeugsysteme und Produktion der Fachhochschule Köln, ist zum Professor für Sicherheitstechnik/Risikomanagement an der Bergischen Universität ernannt worden.

Stefan Bracke studierte Maschinenbau an der Ruhr-Universität Bochum und war nach seinem Diplom als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeitswissenschaft der Ruhr-Universität tätig, wo er 1999 mit einer Arbeit über „Qualitätssicherungsstrategien für die Austauscherzeugnis-Fertigung (Produktrecycling)“ promovierte.

Nach Tätigkeiten als Unternehmensberater im Bereich Qualitätsmanagement mit Schwerpunkt Automobilbranche, Fachreferent für Qualitätsmethoden und Qualitätssysteme bei der Porsche AG, Stuttgart, und Fertigungsplaner bei der Harley Davidson Motor Company in Kansas City, USA, wurde der gebürtige Bochumer 2007 als Professor an die Fachhochschule Köln berufen.

Lehr- und Forschungsschwerpunkt von Prof. Bracke an der Bergischen Universität ist die Risikoanalytik. „Ziel der Risikoanalytik ist es, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt ein Risiko quantitativ zu bewerten, um schnellstmöglich das identifizierte Risiko zu vermeiden oder zu vermindern“, erklärt Stefan Bracke. Sein Fokus liegt auf der Risikobewertung im Schadensfall von technisch komplexen Produkten und Prozessen. Mithilfe von Methoden und Modellen der technischen Statistik untersucht Prof. Bracke u.a. das Ausfallverhalten von Komponenten und Systemen aus dem Automobilbau. „Unsere Analysen nutzen Automobilhersteller und ihre Zulieferer bei der Entscheidung, ob im Schadensfall beispielsweise eine vorbeugende Instandsetzungsstrategie eingesetzt oder – im schlimmsten Fall – ein Rückruf der betreffenden Fahrzeuge erfolgen muss,“ so Bracke.

Aus der Risikoanalyse können außerdem Optimierungen eines Produkts und der Herstellungsprozesse abgeleitet werden. Prof. Bracke: „Zentrale Herausforderung dabei ist die gesamthafte Betrachtung und Datenanalyse des hinter einem Produkt stehenden Wertschöpfungsnetzwerkes – von der Entwicklung über Produktion bis hin zu den beteiligten Zulieferern.“

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Stefan Bracke
Fachbereich Architektur, Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Sicherheitstechnik
Telefon 0202/439-2064
E-Mail bracke@uni-wuppertal.de

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