15.000 Euro für junge Akademiker

14.12.2010

15.000 Euro für junge Akademiker

Ausgezeichnete Absolventen der Bergischen Universität und ihre Förderer (v.l.n.r.): (sitzend) Birgit Schmalge, Stella Baum-Preisträgerin Sandra Creutz und Prof. Katja Pfeiffer; (stehend) Christian Rolf, Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch, Morteza Fakhri, Ralf Ehser, Deutsche Bank Wuppertal, Prof. Dr. Andreas Frommer, Prorektor für Studium und Lehre, Prof. Dr. med. Johannes Köbberling, GFBU-Vorsitzender, Prof. Dr. Michael Scheffel, Prorektor für Forschung, Drittmittel und Graduiertenförderung, Dipl.-Ing. Rüdiger Theis, Dr. Stefan Krieg, Dr. Yasin Elshorbany und Dr. Paul Willems. (Es fehlt Reiner Sebastian Sprick). Ausgezeichnete Absolventen der Bergischen Universität und ihre Förderer (v.l.n.r.): (sitzend) Birgit Schmalge, Stella Baum-Preisträgerin Sandra Creutz und Prof. Katja Pfeiffer; (stehend) Christian Rolf, Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch, Morteza Fakhri, Ralf Ehser, Deutsche Bank Wuppertal, Prof. Dr. Andreas Frommer, Prorektor für Studium und Lehre, Prof. Dr. med. Johannes Köbberling, GFBU-Vorsitzender, Prof. Dr. Michael Scheffel, Prorektor für Forschung, Drittmittel und Graduiertenförderung, Dipl.-Ing. Rüdiger Theis, Dr. Stefan Krieg, Dr. Yasin Elshorbany und Dr. Paul Willems. (Es fehlt Reiner Sebastian Sprick).Klick auf das Foto: Größere Version (2362 x 1381 pix; 1,09 MB)
Fotos Michael Mutzberg

Mit insgesamt 15.000 Euro sind gestern Abend acht Absolventen der Bergischen Universität Wuppertal für ihre herausragenden akademischen Leistungen ausgezeichnet worden. Die Gesellschaft der Freunde der Bergischen Universität (GFBU) vergab 11.000 Euro an sechs junge Akademiker, die Wuppertaler Wiesemann & Theis GmbH darüber hinaus den mit 3.000 Euro dotierten „Serendipity Preis“. Mit 1.000 Euro vom Deutschen Akademischen Austausch- Dienst wurde die beste ausländische Studierende ausgezeichnet.

Die diesjährigen Dissertationspreise vergab die GFBU an Dr. Stefan Krieg und Dr. Yasin Elshorbany. Gestiftet wurden die Preise von der Deutschen Bank und überreicht von Ralf Ehser, Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank in Wuppertal.

Den mit 3.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt Physiker Dr. Stefan Krieg (32) für seine Doktorarbeit „Towards the Confirmation of QCD on the Lattice. Improved Actions and Allgorithms“, betreut von Prof. Dr. Dr. Thomas Lippert und Prof. Dr. Zoltán Fodor. Nach seinem Abitur am Humboldtgymnasium Solingen studierte Stefan Krieg Physik an der Bergischen Universität. Der gebürtige Leverkusener war als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Jülich und der Bergischen Universität tätig, wo er 2009 auch promovierte. 2009 bis 2010 forschte Dr. Krieg am Massachusetts Institute of Technology. Seit 2010 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Zoltan Fodor an der Bergischen Uni und am Forschungszentrum Jülich.

Den mit 2.000 Euro dotierten, zweiten GFBU-Dissertationspreis erhielt Atmosphärenchemiker Dr. Yasin Eshorbany (40). Der gebürtige Ägypter schrieb seine Doktorarbeit („Investigation of the Tropospheric Oxidation Capacity and Ozone Photochemical Formation in the City of Santiago de Chile – Field Measurements and Modelling Study”) bei Prof. Dr. Peter Wiesen. Yasin Eshorbany studierte Chemie an der Cairo University, bevor er für sein Promotionsstudium nach Wuppertal kam. Zurzeit ist Dr. Eshorbany als Forscher am National Research Center in Kairo und an der Bergischen Universität tätig.

Vier Förderpreise, verbunden mit jeweils 1.500 Euro, vergab die GFBU an Morteza Fakhri, Christian Rolf und Reiner Sebastian Sprick für ihre Masterarbeiten sowie Birgit Schmalge für ihre Abschlussarbeit im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Berufskollegs.

Der gebürtige Bonner Morteza Fakhri (24) erhielt den Preis für seine Masterarbeit „Nanoscale determination of thermoelastic properties using complementary Scanning Thermal Microscopy and Scanning Joule Expansion Microscopy “, betreut von Prof. Dr. Dr.h.c. Ludwig Josef Balk (Fachgebiet Elektronik). Morteza Fakhri machte sein Abitur am Helmholtz-Gymnasium in Bonn, bevor er in Wuppertal Elektrotechnik studierte. Seit April ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Thomas Riedl (Fachgebiet Elektronische Bauelemente) und schreibt an seiner Doktorarbeit.

Physiker Christian Rolf (27) wurde für seine Masterarbeit „Optimierung des Thermalverhaltens der Schwarzkörper für die In-Flug-Kalibration des GLORIAInterferometers auf dem Forschungsflugzeug HALO“ ausgezeichnet. Christian Rolf machte sein Abitur am Carl-Fuhlrott-Gymnasium und studierte Angewandte Naturwissenschaften an der Bergischen Universität. Nach erfolgreichem Bachelor- Abschluss studierte der Vater einer Tochter Physik mit Schwerpunkt Atmosphärenphysik. Betreuer seiner Masterarbeit war Prof. Dr. Ralf Koppmann. Zurzeit arbeitet Christian Rolf am Institut für Energie und Klimaforschung des Forschungszentrums Jülich an seiner Doktorarbeit.

„Versuche zur Darstellung von porösen Polymernetzwerken mit konjugierter, doppelsträngiger Struktur“ ist Titel der Masterarbeit, für die Chemiker Reiner Sebastian Sprick (27) ausgezeichnet wurde. Nach seinem Abitur an der Gesamtschule Else Lasker- Schüler studierte er Chemie in Wuppertal und schloss sein Masterstudium im Bereich Synthesechemie 2009 erfolgreich ab. Betreuer der Masterarbeit war Prof. Dr. Ulrich Scherf. Zurzeit arbeitet Sebastian Sprick an der University of Manchester an seiner Promotion.

Birgit Schmalge (29) überzeugte die Jury des GFBU-Förderpreises mit ihrer Arbeit „Mediation und Remediation of Mrs Dalloway“, betreut von Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Astrid Erll. Birgit Schmalge machte ihr Abitur am Gymnasium Bad Essen. Nach einer Ausbildung zur Mediengestalterin für Digital- und Printmedien absolvierte die gebürtige Niedersächsin in Wuppertal ein Studium für das Lehramt an Berufskollegs mit den Fächern Drucktechnik und Englisch. Seit Februar ist Birgit Schmalge als Studienreferendarin an der Albrecht-Dürer-Schule in Düsseldorf tätig.

DAAD-PreisträgerinAnja Krasnobayeva. DAAD-Preisträgerin
Anja Krasnobayeva.
Klick auf das Foto: Größere Version (2717 x 2362 pix; 1,57 MB)
Foto Michael Mutzberg

Den so genannten Serendipity-Preis erhielt der Mathematiker und Informatiker Dr. Paul Willems (32). Serendipity bezeichnet die zufällige Beobachtung von etwas, das nicht ursprünglich gesucht war, also eine überraschende Entdeckung, betont aber auch die „intelligente Schlussfolgerung“. Dipl.-Ing. Rüdiger Theis, Geschäftsführer der Wiesemann & Theis GmbH, überreichte den mit 3.000 Euro dotierten Preis für die Promotion „On MRRR-type Algorithms for the Tridiagonal Symmetric Eigenproblem and the Bidiagonal SVD”, betreut von Prof. Dr. Bruno Lang. Nach seinem Abitur am Antoniuskolleg Neunkirchen studierte Paul Willems Informatik an der RWTH Aachen. Für seine Promotion wechselte er an die Bergische Universität und war als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Angewandte Informatik tätig. Seit Juni ist Dr. Willems als IT-Specialist bei der WestLB AG beschäftigt.

Den Preis des Deutschen Akademischen Austausch-Dienstes (DAAD) für herausragende Leistungen im Studium bekam Anja Krasnobayeva. Die 25jährige Ukrainerin studierte Deutsch und Weltliteratur an der Melitopoler Staatlichen Pädagogischen Universität in der Ukraine, bevor sie 2006 für ein Architekturstudium nach Wuppertal kam. Krasnobayeva schloss ihr Bachelor-Studium in der Regelstudienzeit mit Bestnote ab – trotz der Zusatzbelastung durch Tätigkeiten in Architekturbüros. Ihre Bachelorarbeit „Shore scapes. Städtebaulicher Vergleich internationaler Küstengebiete“ schrieb sie bei Prof. Dr.-Ing. Tanja Siems. Zurzeit studiert sie an der Bergischen Uni im Masterstudiengang Architektur.

Auch für 2011 hat die GFBU Dissertations- und Förderpreise ausgeschrieben. Bewerbungen sind ab sofort möglich. Weitere Informationen zu den aktuellen Preisträgern, den ausgezeichneten Arbeiten und den Ausschreibungen für 2011 unter

www.gfbu.uni-wuppertal.de

nächste

Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2010/1214_gfbu.html