Kooperation mit „Arbeit und Leben“ geht ins 3. Semester

22.03.2011

Gewaltprävention und Zivilcourage als gemeinsame Aufgabe

Kooperation mit „Arbeit und Leben“ geht ins 3. Semester

Prof. Dr.Heinz Sünker Prof. Dr.
Heinz Sünker

Im Rahmen des bundeseinheitlichen Qualifizierungsprojektes „Netzwerk Q“ werden unter Federführung der in Wuppertal ansässigen Bundesgeschäftsstelle von Arbeit & Leben an acht Universitäts- und Fachhochschulstandorten insgesamt 130 Studierende zu Trainern im Bereich Gewaltprävention ausgebildet, so auch an der Bergischen Universität. „Mit einer dreisemestrigen Ausbildung von 24 Wuppertaler Studierenden zum Trainer für Zivilcourage und Gewaltprävention haben wir in Kooperation mit dem Regionalbüro Arbeit & Leben von DGB und Volkshochschule einen wichtigen Beitrag zur zivilgesellschaftlichen Entwicklung geleistet,“ so Prof. Dr. Heinz Sünker vom Fachbereich Bildungs- und Sozialwissenschaften.

In Wochenendveranstaltungen, Blockseminaren und Hospitationen werden die Studierenden darauf vorbereitet, nach ihrer Ausbildung in Einrichtungen der außerschulischen Jugendarbeit, aber auch an Schulen als Trainer tätig zu sein. Der Geschäftsführer des Regionalbüros von Arbeit und Leben, Wolfgang Ebert: „Dabei ist die theoretische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Formen von Gewalt ebenso wichtig wie viel Praxis.“

In Übungen und Fallbeispielen werden die Teilnehmer mit Frage- und Problemstellungen konfrontiert, die Alltagserfahrungen entsprechen: Rassismus, Sexismus oder Behindertenfeindlichkeit gehören ebenso dazu wie Gewalt bei Sportveranstaltungen oder Mobbing im Betrieb.

„Nach 180 Unterrichtsstunden haben unsere Studenten neben dem Hochschulabschluss eine Zusatzqualifikation, die zusätzliche Chancen auf dem Arbeitsmarkt eröffnet“, urteilt Prof. Sünker. Die Studierenden äußerten sich sehr zufrieden mit der Auswahl der Themen und sehen einen verwertbaren Nutzen für spätere berufliche Tätigkeit. Mit einem Blockseminar in der Wuppertaler Bildungsstätte Burgholz wurde jetzt das 2. Semester abgeschlossen.

Das Projekt wurde aus Mitteln des Bundesarbeitsministeriums, des Europäischen Sozialfonds für Deutschland sowie dem Bundesprogramm Xenos gefördert. Eine Weiterführung des Projektes über 2011 hinaus ist offen.

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