Neues Forschungszentrum gegründet

20.04.2011

Engagierte Forschung für Kinder

Neues Forschungszentrum gegründet

Engagieren sich für Kindheitsforschung (v.l.n.r.):  Sozialpädagoge Prof. Dr. Heinz Sünker, Prof. Dr. Andreas Schaarschuch, Dekan des Fachbereichs Bildungs- und Sozialwissenschaften, Pädagogin Prof. Dr. Charlotte Röhner, NRW-Staatssekretär Prof. Klaus Schäfer und Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch. Engagieren sich für Kindheitsforschung (v.l.n.r.): Sozialpädagoge Prof. Dr. Heinz Sünker, Prof. Dr. Andreas Schaarschuch, Dekan des Fachbereichs Bildungs- und Sozialwissenschaften, Pädagogin Prof. Dr. Charlotte Röhner, NRW-Staatssekretär Prof. Klaus Schäfer und Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch.Foto Sebastian Jarych

Gestern Abend fand im Senatssaal die Gründungsveranstaltung des Forschungszentrums "Kindheiten.Gesellschaften" statt. Mit dem Forschungszentrum soll an der Bergischen Universität Wuppertal ein zentraler Ort für eine neue interdisziplinäre Kindheitsforschung geschaffen werden mit dem Ziel, der Vielfalt kindlicher Lebenslagen und theoretischer Ansätze gerecht zu werden. Sozialpädagoge Prof. Dr. Heinz Sünker, Vorstandsmitglied des neuen Forschungszentrums, versprach eine „engagierte Forschung für die Kinder“.

Die am neuen Forschungszentrum beteiligten Wissenschaftler beschäftigen sich – vor dem Hintergrund der Akzentuierung von Kindern als sozialen Akteuren und den sich daraus ergebenden kinderpolitischen wie kinderrechtlichen Konsequenzen – insbesondere mit Fragen nach den heterogenen Lebenswelten von Kindern, ihren Entwicklungsmöglichkeiten und Bedingungen des Aufwachsens.

Prof. Sünker: „Dem Forschungszentrum ‚Kindheiten.Gesellschaften‘ geht es um die Diskussion neuer Forschungsergebnisse, um den theoretisch-konzeptionellen und empirischen Gewinn internationaler Diskurse wie auch um eigene Forschungen zu kindheitstheoretischen und kindheitspolitischen Themen in den Bereichen aller an der Bergischen Universität präsenten Wissenschaften“.

Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch eröffnete die Gründungsveranstaltung, bedankte sich bei der Vorbereitungsgruppe des Forschungszentrums "Kindheiten.Gesellschaften" (Prof. Dr. Doris Bühler-Niederberger, Prof. Dr. Charlotte Röhner, Prof. Dr. Andreas Schaarschuch und Prof. Dr. Heinz Sünker) und bezeichnete es im Zusammenhang mit der aktuellen Wahrnehmung von Kindern und Kindheit als einen „klugen Schritt“, das Forschungszentrum zu gründen.

Prof. Klaus Schäfer, Staatssekretär im NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, betonte in seinem Vortrag „Kindheitsforschung und Kinderpolitik in Nordrhein-Westfalen“ die Einzigartigkeit des neuen Wuppertaler Forschungszentrums. Es gäbe noch viel zu wenig Forschung über Kindheit und frühkindliche Bildung. „Für politische Entscheidungen brauchen wir aber Daten und Fakten über das, was in der Kindheit passiert“, sagte Staatssekretär Schäfer. Aktuelle Debatten um Kinderschutz zeigten, dass die Gesellschaft es nötig habe, sich intensiver mit Kindheit auseinanderzusetzen. „Dabei kann das Zentrum helfen“, so Prof. Schäfer.

In den Vorstand des Forschungszentrums "Kindheiten.Gesellschaften" wählten die anwesenden Gründungsmitglieder Prof. Dr. Heinz Sünker (Sozialpädagogik/Sozialpolitik) und Prof. Dr. Charolotte Röhner (Pädagogik der frühen Kindheit und der Primarstufe) sowie Sozialpädagogin Dr. Gertrud Oelerich.

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Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2011/0420_kindheit.html