Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik geht an den Start

31.08.2011

Wuppertaler Astroteilchenphysiker forschen im Konsortium

Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik geht an den Start

Prof. Dr.
Karl-Heinz Kampert Prof. Dr. Karl-Heinz Kampert

Der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren hat 10 Millionen Euro für die Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik zur Verfügung gestellt. Das Projekt hat eine Laufzeit von 5 Jahren und verbindet neben dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Deutschen Elektronen-Synchroton (DESY) 15 Universitäten, darunter die Bergische Universität Wuppertal, drei Max-Planck-Institute sowie zwei weitere externe Partner zu einem internationalen Konsortium. Die Themen umfassen das „Hochenergie-Universum“, das „Dunkle Universum“ sowie die „Astroteilchentheorie“. Ein internationales Gutachtergremium hatte sich einstimmig für eine Förderung dieser Allianz ausgesprochen.

Astroteilchenphysik ist ein junges, interdisziplinäres Forschungsfeld an den Schnittstellen von Astrophysik, Teilchenphysik, Astronomie und Kosmologie. Dort fließen Erkenntnisse über die kleinsten und größten Skalen zusammen, die in der Physik untersucht werden, d.h. von den Quarks zum Kosmos.

Prof. Dr.
Klaus Helbing Prof. Dr.
Klaus Helbing

Die Bergische Universität Wuppertal konzentriert sich unter der Leitung der Astroteilchenphysiker Prof. Dr. Karl-Heinz Kampert und Prof. Dr. Klaus Helbing auf die Entwicklung neuer Nachweistechnologien für hochenergetische Teilchenstrahlungen aus dem Universum.

„Dies soll den Weg für zukünftige Großforschungsprojekte der Astroteilchenphysik bereiten“, erläutert Prof. Kampert. Ein weiteres zentrales Thema der Wuppertaler Astroteilchenphysiker wird die gemeinsame Interpretation aktueller Beobachtungsdaten sein, darunter die des Pierre-Auger-Observatoriums in Argentinien und des IceCube-Observatoriums am Südpol, um die energiereichsten Prozesse im Universum, etwa in der Umgebung massereicher schwarzer Löcher, besser zu verstehen.

Im Rahmen der Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik soll außerdem eine Graduierten-Schule aufgebaut werden, um den wissenschaftlichen Nachwuchs gezielt an das komplexe, interdisziplinäre Forschungsfeld heranzuführen.

Kontakt:
Prof. Dr. Karl-Heinz Kampert
Telefon 0202/439-2856, -2640
E-Mail kampert@uni-wuppertal.de

Prof. Dr. Klaus Helbing
Telefon 0202/439-2829
E-Mail helbing@uni-wuppertal.de


1,4 Millionen Euro Forschungsmittel für Wuppertals Astroteilchenphysiker nächste

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