NRW-Leitmarktmanagement Kommunikationstechnologie in Wuppertal

13.01.2012

Fast 3 Mio. Euro für die Medientechnologie

NRW-Leitmarktmanagement Kommunikationstechnologie in Wuppertal

Für Prof. Dr. Heinz-Reiner Treichel vom Fach Druck- und Medientechnologie der Bergischen Universität und sein Team hat das neue Jahr gut angefangen: Kurz vor Weihnachten bekam er vom NRW-Wirtschaftsministerium den Bewilligungsbescheid über 891.000 Euro für ein Projekt zur Entwicklung neuer Konzepte zur Breitbandeinführung in dünn besiedelten, ländlichen Regionen in NRW. Jetzt traf ein weiterer Bewilligungsbescheid ein über 2.025.000 Euro für die Forschung zur Unterstützung des NRW-Leitmarktmanagements für den Informations- und Kommunikationstechnologiebereich (IKT), das damit künftig zentral für NRW an der Bergischen Universität angesiedelt ist. Beide Projekte werden im Rahmen des „Ziel2“-Programms gefördert, das zur Hälfte vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gespeist wird.

Mit dem Projekt „Leitmarkt IKT.NRW“ will das Land die Potenziale der Informations- und Kommunikationstechnologie optimal für die nachhaltige Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit, die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen sowie die Erhaltung und Steigerung der Lebensqualität ausschöpfen.

Prof. Treichel: „Wir werden ein integriertes Maßnahmenangebot entwickeln, das Forschung und Entwicklung in zukunftsweisenden Schwerpunkten fokussiert, mit Cross-Innovationen die Leistungsfähigkeit der Gesamtwirtschaft steigert, Lösungen für die zentralen und drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen entwickelt und die Innovationsdynamik durch Gründungs- und Wachstumsunterstützung beschleunigt.“

Darüber hinaus unterstützt das Projekt die Internationalisierung der nordrhein-westfälischen IKT-Branche und macht das Land als Zentrum intelligenter IKT-Anwendungen sichtbar. Es soll auch Raum zur breiten Diskussion der sozialen, kulturellen, ökologischen, ökonomischen und technologischen Chancen geben sowie für die Risiken von IKT-Innovationen.

Im Projekt „BreitbandConsulting.NRW - Entwicklung von Konzepten zur Forcierung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeits-Breitbandinfrastrukturen in Nordrhein-Westfalen“ geht es um eine leistungsfähige Breitbandversorgung als wesentlichen Standort- und Wettbewerbsfaktor.

Prof. Treichel: „Als im scharfen internationalen Wettbewerb stehendes Industrieland muss Nordrhein-Westfalen seine Ziele für den Breitbandausbau an Größen jenseits der 100 Mbit/s orientieren!“ Der Markt allein leiste eine solche Infrastruktur nicht überall im Land. Insbesondere dünn besiedelte Regionen gelten als nicht wirtschaftlich versorgbar und verlören daher an Standortqualität.

Das Land NRW fördert deshalb mit BreitbandConsulting.NRW Entwicklung, Umsetzung und Verbreitung neuer Konzepte zum wirtschaftlichen Aufbau von Hochgeschwindigkeits-Breitbandinfrastrukturen. Ein durch die Bergische Universität, namentlich Prof. Treichel und seinem Team, koordiniertes Netzwerk von Wissenschaftlern, Experten, Beratern sowie Förder- und Finanzierungsgebern wird mit Landkreisen, kommunalen Unternehmen, Breitbandanbietern und weiteren Partnern zusammenarbeiten.

Beide eingeworbenen Projekte haben eine Laufzeit bis Ende 2014. Die Mittel von fast drei Millionen Euro werden vorwiegend für Personal eingesetzt. Der Medienökonom Prof. Treichel gehört als Prorektor für Finanzen, Planung und Information schon seit 2003 der Hochschulleitung an.

Kontakt:
Prof. Dr. Heinz-Reiner Treichel
Druck- und Medientechnologie Unternehmensführung der informationsbearbeitenden Betriebe
Telefon: 0202/439-11 62
E-Mail treichel@uni-wuppertal.de

www.dmt.uni-wuppertal.de
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Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2012/0113_treichel.html