Geschichtsstudent bei der International Afghanistan Student Conference 2011

17.01.2012

Geschichtsstudent bei der International Afghanistan Student Conference 2011

Fabian Schild studiert Geschichte an der Bergischen Universität. Fabian Schild studiert Geschichte an der Bergischen Universität.

Fabian Schild, Geschichtsstudent an der Bergischen Universität, nahm Anfang Dezember an der „International Afghanistan Student Conference 2011“ in Bonn teil. Prof. Dr. Franz Knipping hatte Fabian Schild auf die Ausschreibung hingewiesen und seine Bewerbung unterstützt. Veranstalter der Konferenz, die parallel zu der offiziellen Afghanistan-Konferenz auf dem Bonner Petersberg stattfand, waren die Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V. und die Universität Bonn. Zum Auftakt der Konferenz wurden die Studierenden von Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle und Ziaullah Mahmood, Gesandter des Afghanischen Außenministeriums, empfangen.

Fabian Schild hatte im Seminar von Prof. Knipping eine Arbeit über Kriegsfürsten in Afghanistan geschrieben. Nach Einreichen eines englischen Essays zum Thema wurde er als einer von 60 Teilnehmern aus Afghanistan, Pakistan und den an der International Security Assistance Force (ISAF) beteiligten Staaten ausgewählt. Auf der Konferenz kamen die Studierenden mit Experten zusammen und diskutierten Ziele, bisherige Erfolge und zukünftige Aufgaben des internationalen Afghanistan-Einsatzes.

Fabian Schild (rechts) bei der International Afghanistan Student Conference in Bonn. Fabian Schild (rechts) bei der International Afghanistan Student Conference in Bonn.Foto Deutsche Atlantische Gesellschaft

Fabian Schild nahm an Workshops zu afghanischer Politik und Diplomatie teil, die von PD Dr. Conrad Schetter vom Bonner Zentrum für Entwick-
lungsforschung, Dr. Ananda Millard vom Bonn International Center for Conversion und dem britischen Diplomaten Mike Reilly geleitet wurden. „Wir analysierten, unter welchen Voraussetzungen Politik in Afghanistan traditionell funktioniert und erkannten die besonderen Problematiken, die die Handlungen von ausländischen Nicht-Regierungs-Organisationen und Sicherheitskräften in Afghanistan behindern und die Legitimität der afghanischen Regierung durch eine anhaltende Vertrauenskrise gefährden“, erzählt der Wuppertaler Student. Er wurde gemeinsam mit einer afghanischen Kommilitonin als Verantwortlicher gewählt, um die Analysen und Lösungsvorschläge des Workshops für die Veröffentlichung auf der Abschlussveranstaltung der Konferenz vorzubereiten.

Im Rahmen der International Afghanistan Student Conference fanden mehrere Podiumsdiskussionen statt, u.a. mit Christian Schmidt, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Politikwissenschaftler Dr. Stefan Fröhlich, Professor für Internationale Politik an der Universität Erlangen-Nürnberg, Botschafterin Elizabeth Jones, Stellvertretende US-Sondergesandte für Afghanistan und Pakistan, sowie der afghanischen Menschenrechtlerin Dr. Sima Samar, Vorsitzende der Unabhängigen Afghanischen Menschenrechtskommission.

„Neben den Diskussionen und Workshops brachte aber auch der persönliche Kontakt mit ausländischen und vor allem afghanischen Studierenden fruchtbare Anregungen und neue Perspektiven, die es ermöglichen, festgefahrene Denkmuster zu überschreiten. Es war interessant zu sehen, dass sich in manchen Punkten quasi alle global einig waren“, so das Fazit von Fabian Schild.

Weitere Informationen zur International Afghanistan Student Conference unter www.deutscheatlantischegesellschaft.de.

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