Dr. Ruppenthal entwickelt Methoden der Analysis

23.01.2012

DFG fördert Nachwuchsgruppe mit 840.000 Euro

Dr. Ruppenthal entwickelt Methoden der Analysis

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Der 34jährige Mathematiker Dr. Jean Ruppenthal ist in das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgenommen worden. Zur Einrichtung einer Nachwuchsgruppe im Fachbereich Mathematik und Naturwissenschaften der Bergischen Universität erhält er für fünf Jahre eine Förderung in Höhe von 840.000 Euro. Mit dem Emmy Noether-Programm unterstützt die DFG herausragende Nachwuchswissenschaftler.

Jean Ruppenthal wechselte 2008 von der University of Michigan als Akademischer Rat in die Arbeitsgruppe Komplexe Analysis der Bergischen Universität unter Leitung von Prof. Dr. Nikolay Shcherbina. Zu seiner Entscheidung die Nachwuchsgruppe an der Bergischen Universität anzusiedeln, sagt Ruppenthal: „Die AG Komplexe Analysis ist international vernetzt. Zudem bietet die gesamte Fachgruppe Mathematik und Informatik ein exzellentes Arbeitsumfeld.“

Mit Ph.D. Dariush Ehsani und Dipl.-Math. Martin Sera konnte Ruppenthal bereits zwei Mitarbeiter für sein Projekt gewinnen. Ziel der Gruppe ist die Entwicklung analytischer Methoden für komplexe Räume mit Singularitäten. Dr. Ruppenthal: „Das Zusammenspiel von Analysis und Geometrie ist eines der faszinierenden Phänomene der Mathematik. Der Zusammenhang zwischen bestimmten Differentialgleichungen einerseits und der Geometrie von Mannigfaltigkeiten andererseits ist von fundamentaler Bedeutung."

Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch zeigte sich sehr erfreut und gratulierte Dr. Ruppenthal umgehend zu seiner „sehr schönen Auszeichnung“. Es sei auch für die Universität das passende Signal zum Jahresbeginn, dass nun innerhalb von nur zwei Wochen der zweite junge Wissenschaftler der Bergischen Universität in das renommierte Emmy Noether-Programm der DFG aufgenommen werde.

Prof. Dr. Bruno Lang, Prodekan im Fachbereich Mathematik und Naturwissenschaften, ergänzt: „Auf diese Weise wird die hervorragende bisherige Forschungsarbeit von Dr. Ruppenthal gewürdigt. Da sein Projekt andere Arbeiten im Forschungsschwerpunkt Komplexe Analysis in besonderer Weise ergänzt und Anknüpfungspunkte zu anderen Kolleginnen und Kollegen bietet, freuen wir uns sehr, dass Dr. Ruppenthal die Nachwuchsgruppe an der Bergischen Universität aufbauen wird.“

Dr. Ruppenthal studierte Mathematik an der Universität Bonn, gefördert durch Stipendien der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2006 promovierte er mit Auszeichnung am Mathematischen Institut. Er war zunächst Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn, bevor er mit einem Forschungsstipendium des Deutschen Akademischen Austausch-Dienstes 2007 an die University of Michigan wechselte. Ab 2008 lehrte und forschte er in der AG Komplexe Analysis der Bergischen Universität, unterbrochen von längeren Forschungsaufenthalten an der Texas A&M University und dem Erwin Schrödinger Institut Wien.

Kontakt:
Dr. Jean Ruppenthal
Telefon 0202/439-2674,
E-Mail jean.ruppenthal@math.uni-wuppertal.de

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