Neues Forschungsprojekt zur Studienabsicht von Oberstufenschülern

03.02.2012

Studieren – ja oder nein?

Neues Forschungsprojekt zur Studienabsicht von Oberstufenschülern

Prof. Dr.Claudia Schuchart Prof. Dr.
Claudia Schuchart

In der Wuppertaler School of Education ist Anfang Februar ein neues Forschungsprojekt gestartet. Die beiden Bildungsforscherinnen Prof. Dr. Claudia Schuchart und Prof. Dr. Petra Buchwald untersuchen in den nächsten drei Jahren, ob die Studienabsicht von Oberstufenschülern durch gezielte Beratung erhöht werden kann. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit 408.000 Euro.

Der Anteil von Studienberechtigten, die ein Studium aufnehmen, ist seit den 1990er-Jahren konstant geblieben, so der Nationale Bildungsbericht 2010. Trotzdem wird vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ein Mangel an Akademikern beklagt. „Nicht alle sozialen Gruppen partizipieren gleichermaßen an der Hochschulbildung: Studienberechtigte aus unteren sozialen Schichten und Frauen nehmen viel seltener ein Studium auf“, sagt Projektleiterin Prof. Schuchart.

Um diese Gruppen zur Aufnahme eines Studiums zu mobilisieren, muss mehr über die Gründe bekannt sein, die sie am Studieren hindern. „Bislang hat sich die Forschung stark auf die Perspektive der Eltern bzw. Schüler als Entscheidungsträger konzentriert. In unserem Projekt untersuchen wir, wie sich die Studienabsicht von Schülerinnen und Schülern in verschiedenen Bildungsgängen – allgemeinbildenden und beruflichen – entwickelt und ob die Studienabsicht durch eine gezielte Beratung von Lehrkräften erhöht werden kann“, so Prof. Petra Buchwald.

Im Laufe ihres Forschungsvorhabens („Chancengerechtigkeit in der Sekundarstufe II: Eine Interventionsstudie zur Unterstützung der Studienabsicht“) befragen die Wuppertaler Wissenschaftlerinnen und ihre Mitarbeiter zunächst rund 5000 Schüler der Jahrgangsstufe 11 aus Gesamtschulen, beruflichen Gymnasien und Berufsfachschulen in Nordrhein-Westfalen zu ihrer Studierabsicht. Im ersten Halbjahr der 12. Klasse werden dann aus vier verschiedenen Bildungsgängen jeweils rund 50 Schülerinnen und Schüler, die sich durch gute Leistungen aber unsichere Studienneigung auszeichnen, mehrmals von ihren Lehrern beraten und abschließend wiederum nach ihrer Studierabsicht befragt.

www.ifb.uni-wuppertal.de


Kontakt
:
Prof. Dr. Claudia Schuchart (Projektleitung)
Institut für Bildungsforschung in der School of Education
Telefon 0202/439-3329
E-Mail schuchart@uni-wuppertal.de

Prof. Dr. Petra Buchwald (Kooperationspartnerin)
Institut für Bildungsforschung
Telefon 0202/439-3954
E-Mail pbuchwald@uni-wuppertal.de

nächste

Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2012/0203_studieren.html