Internationaler Workshop zur Arbeiterbewegung

13.02.2012

Internationaler Workshop zur Arbeiterbewegung

Einführende Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Heinz Sünker, Uwe Dieter Steppuhn, Leiter der Abteilung Studienförderung der Hans-Böckler-Stiftung, Guntram Schneider, NRW-Minister für Arbeit, Integration und Soziales, sowie Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch. Einführende Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Heinz Sünker, Uwe Dieter Steppuhn, Leiter der Abteilung Studienförderung der Hans-Böckler-Stiftung, Guntram Schneider, NRW-Minister für Arbeit, Integration und Soziales, sowie Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch.Foto Michael Mutzberg

(Aktualisiert 16.02.2012) Die deutsche Arbeiterbewegung und ihr Verhältnis zur nationalen Frage stehen im Mittelpunkt eines dreitägigen, internationalen Workshops an der Bergischen Universität. Vortragsthemen reichen vom internationalen gewerkschaftlichen Widerstand gegen das NS-Regime bis zum Rechtspopulismus und -extremismus als Herausforderung für die gewerkschaftliche Bildungsarbeit. Die Tagung wurde vom Zentrum für Internationale Studien zur Sozialpolitik und zu Sozialen Dienstleistungen unter Leitung von Prof. Dr. Heinz Sünker in Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung organisiert. Die Veranstalter erwarten über 100 Teilnehmer, zur Eröffnung u.a. Guntram Schneider, NRW-Minister für Arbeit, Integration und Soziales. Der Workshop findet von Mittwoch, 15. Februar, bis Freitag, 17. Februar, im Gästehaus auf dem Campus Freudenberg statt.

„Die deutsche Arbeiterbewegung hatte historisch häufig ein ambivalentes Verhältnis zur nationalen Frage. Die Versuche, Nation von links zu besetzen, sind ein regelmäßig wiederkehrender Streitpunkt“, sagt Prof. Heinz Sünker. Auch in den Gewerkschaften gebe es immer wieder Auseinandersetzungen um nationalistische Positionen. Prof. Sünker: „Angesichts von Rechtsextremismus und Antisemitismus sind Herausforderungen für eine – nicht nur gewerkschaftliche – Bildungsarbeit zu bedenken und zu diskutieren“.

Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch betonte in seinem Grußwort, es gebe in Zeiten der Globalisierung auch Herausforderungen für die Arbeiterbewegung, die aus neuen Formen der Ungerechtigkeit in Folge „moderner kapitalistischer Auswüchse“ resultierten. Prof. Koch: „Während man rückblickend den fehlenden Zusammenhalt im nationalen Kontext bedauern mag, so geht es perspektivisch heute immer mehr auch um die Notwendigkeit internationaler Abstimmung innerhalb der Arbeiterbewegung und derer, die sich mit ihr ob der wachsenden Ungerechtigkeiten Sorgen machen.“ (Das Grußwort im Wortlaut)

Die Themen und ihre Referenten: „Arbeiterbewegung und Globalisierung“ (Prof. Dr. Dr.h.c. Marcel van der Linden, International Institute of Social History, Amsterdam), „Internationaler gewerkschaftlicher Widerstand gegen das NS-Regime“ (Dr. Dieter Nelles, Sozialwissenschaftler, Universität Bochum), „Antisemitische und nationalistische Kapitalismuskritik“ (Dr. Klaus Holz, Generalsekretär der Evangelischen Akademien in Deutschland e.V., Berlin), „Israelische Geschichte im Spannungsfeld von zionistischem Nationalismus und sozialistischer Emphase der Arbeiterbewegung“ (Prof. Dr. Moshe Zuckermann, Minerva Institute for German History, Tel Aviv University), „Arbeiterbewegung und nationale Frage“ (Dr. Christoph Jünke, Historiker, FernUniversität Hagen), „Kritik des Antisemitismus und des Umgangs mit deutscher Vergangenheit“ (PD Dr. Samuel Salzborn, Politikwissenschaftler, Universität Gießen), „Die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus und die Gewerkschaften in der Geschichte der Bundesrepublik“ (Dr. Gideon Botsch, Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e.V., Potsdam), „Rechtspopulismus und Rechtsextremismus als Herausforderungen für Gewerkschaften und die gewerkschaftliche Bildungsarbeit“ (Sebastian Wertmüller, Verdi, Braunschweig), „Die Junge Freiheit und die Ideologie der Neuen Rechten“ (Prof. Dr. Ursula Birsl Demokratieforscherin, Universität Marburg).

Einzelheiten zum Programm unter www.sozpaed.uni-wuppertal.de.

www.boeckler.de


Kontakt
:
Prof. Dr. Heinz Sünker
Fachbereich Bildungs- und Sozialwissenschaften
Telefon 0202/439-2295
E-Mail suenker@uni-wuppertal.de

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