Zoologin Prof. Gela Preisfeld Gastgeberin von 200 Wissenschaftlern

06.03.2012

Biowissenschaftliche Doppel-Tagung in Wuppertal

Zoologin Prof. Gela Preisfeld Gastgeberin von 200 Wissenschaftlern

Gastgeberin von zwei parallel stattfindenden Tagungen mit fast 200 Wissenschaftlern war die Wuppertaler Biologin und Zoologin Prof. Dr. Gela Preisfeld: In der CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe kamen die Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft und die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Protozoologie zusammen, deren Präsidentin Prof. Preisfeld ist. Algenkundler (Phykologen) und Experten für einzellige Lebewesen (Protozoologen) waren das erste Mal an einem gemeinsamen Tagungsort zusammen.

Die Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft unterstützt die Algenforschung, indem sie den Nachwuchs und den wissenschaftlichen Austausch über eine wenig bekannte, faszinierende Organismengruppe fördert.

Botanikerinnen und Botaniker, die sich der Phykologie verschrieben haben, betreiben wissenschaftliche Untersuchungen an Algen, wobei sich die Fragestellungen über alle Bereiche der biologischen Forschung (ökologische, physiologische und molekularbiologische) erstrecken. Die untersuchten Organismen leben im Meer, im Süßwasser, an Land oder gar im Boden und reichen von nur wenige Mikrometer großen Einzellern bis zu den über 60 m lang werdenden Riesentangen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Deutschen Gesellschaft für Protozoologie beschäftigen sich mit Lebewesen, die nur aus einer einzelnen Zelle bestehen, in der sich die gesamten Lebensfunktionen abspielen. Sie haben (zumeist) nur mikroskopische Dimensionen und sind mit bloßem Auge nur in Ausnahmefällen sichtbar.

In die CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe kamen 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. In die CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe kamen 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Diese Süßwasser, Salzwasser und den Boden in einem großen Artenreichtum besiedelnden „Protisten“ sind weder Tiere, Pilze oder Pflanzen, sondern bilden verschiedene, unabhängige Entwicklungslinien. Die Einzeller können sich wie Pflanzen sowohl durch Photosynthese ernähren oder aber wie Tiere und Pilze ihre Nahrung von außen aufnehmen.

Ein verbindendes Element der beiden Tagungen auf der Bundeshöhe war ein Workshop zum Thema „DNA-Barcoding“. Prof. Preisfeld: „Die Bestimmung von sowohl Algen als auch Protisten mit herkömmlichen Methoden ist zeitaufwendig und bedarf sehr großer Expertise. Deshalb wird weltweit der standardisierte Einsatz molekularer Marker als Identifikationshilfe in den verschiedensten Organismengruppen getestet.“

Diese als DNA-Barcoding bezeichnete Methode lege zugrunde, dass Evolution ihre Spuren in den Genen hinterlässt und somit Arten aufgrund ihres sich durch Evolution verändernden Erbgutes identifiziert werden können. Diese Unterschiede können wie ein Strichcode gelesen werden und ermöglichen so eine schnelle und eindeutige Identifizierung der jeweiligen Art.

Kontakt:
Prof'in Dr. Gela Preisfeld
Telefon 0202/439-2815
E-Mail apreis@uni-wuppertal.de

http://wt.fbc.uni-wuppertal.de/zoologie

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