Der Bauingenieur ist dienstältester Dekan der Universität: Über 14 Jahre

15.03.2012

Prof. Dietrich Hoeborn im Ruhestand

Der Bauingenieur ist dienstältester Dekan der Universität: Über 14 Jahre

Der Bauingenieur Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c. Dietrich Hoeborn (66), Akademischer Direktor, dienstältester Dekan der Bergischen Universität, nämlich des großen ingenieurwissenschaftlichen Fachbereichs Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Sicherheitstechnik, Architektur, ist gestern in den Ruhestand verabschiedet worden.

Der gebürtige Hamburger studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Hannover, war nach seinem Diplom zunächst bei einem Hamburger Bauunternehmen und dann als Wissenschaftlicher Angestellter in einem Sonderforschungsbereich der TU Hannover tätig. 1975 kam Dietrich Hoeborn als Wissenschaftlicher Assistent von Prof. Dr.-Ing. Frederick-Henry Schroeder ins Fachgebiet Baumechanik der Gesamthochschule Wuppertal. 1982 wurde er zum Akademischen Rat ernannt, ein Jahr später promovierte er mit „summa cum laude“ zum Dr.-Ing. 1988 erfolgte seine Habilitation und die Ernennung zum Privatdozenten. 1993 ernannte ihn der Fachbereich zum außerplanmäßigen Professor, 2001 zum Akademischen Direktor.

Prof. Hoeborn engagierte sich neben seiner fachwissenschaftlichen Tätigkeit stark in der akademischen Selbstverwaltung der Bergischen Universität. So gehörte er zehn Jahre lang dem damaligen Konvent an, zeitweise als stellvertretender Vorsitzender, dem Senat und dem früheren Kuratorium, das Vertreter von Region und Universität versammelte. Ferner initiierte er das „concilium decanale“, eine Konferenz der heute sieben Fachbereiche der Bergischen Universität.

Feierliche Verabschiedung des dienstältesten Dekans der Bergischen Universität in der Unterbarmer Pauluskirche (v.l.n.r.): Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dr.h.c.mult. Karl-Hans Laermann, Bundesbildungsminister a.D., Oberbürgermeister Peter Jung, Dr.-Ing. Gabriele Hoeborn, Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c. Dietrich Hoeborn, sein frisch gewählter Nachfolger als Dekan, Prof. Dr.-Ing. Eberhard Schmidt, und Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch. Feierliche Verabschiedung des dienstältesten Dekans der Bergischen Universität in der Unterbarmer Pauluskirche (v.l.n.r.): Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dr.h.c.mult. Karl-Hans Laermann, Bundesbildungs-
minister a.D., Oberbürgermeister Peter Jung, Dr.-Ing. Gabriele Hoeborn, Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c. Dietrich Hoeborn, sein frisch gewählter Nachfolger als Dekan, Prof. Dr.-Ing. Eberhard Schmidt, und Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch.
Klick auf das Foto: Größere Version (2126 x 1422 pix; 1,91 MB)
Fotos Michael Mutzberg

Ab 1995 zunächst Prodekan des Fachbereichs Bauingenieurwesen wurde Prof. Hoeborn 1997 zum Dekan gewählt, ein Amt, das er bis zu seinem Ausscheiden in diesen Tagen ausgeübt hat. In diese lange Amtszeit fällt u.a. die Vereinigung des Fachbereichs Bauingenieurwesen mit den seinerzeit eigenständigen Fachbereichen Maschinenbau und Sicherheitstechnik. Später kam noch der vormals ebenfalls eigenständige Fachbereich Architektur hinzu. Der Fachbereich D, wie er hochschulintern heißt, ist damit der größte ingenieurwissenschaftliche Fachbereich der Bergischen Universität und unter den heute sieben Fachbereichen ebenfalls einer der größten.

Auch wenn Sicherheitstechnik und Maschinenbau auf dem Campus Grifflenberg angesiedelt sind, blieb der Bereich Pauluskirchstraße/Haspel angestammter Platz. Die Bezeichnung „Campus Haspel“, darauf legt er Wert, hat Prof. Hoeborn selbst erfunden.

Bei der feierlichen Verabschiedung in der Unterbarmer Pauluskirche sagte Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch gestern, Dietrich Hoeborn sei eine Institution mit hoher politischer Kompetenz: Unter seiner Verantwortung stellten die Wuppertaler Bauingenieure als erste in NRW auf die Bachelor-/Masterstruktur um, als erste führten sie Duale Studiengänge ein, wurde der einst eigenständige Fachbereich mit Sicherheitstechnik, Maschinenbau und Architektur verschmolzen. Besonders am Herzen lag Prof. Hoeborn – gemeinsam mit seiner Ehefrau Dr.-Ing. Gabriele Hoeborn – die Partnerschaft zur Technischen Universität Kosice, die ihm 2002 die Ehrendoktorwürde verlieh.

Oberbürgermeister Peter Jung sprach zu Dietrich Hoeborn als Küllenhahner Nachbar und Freund und lobte seine „Erdung“ – er stehe immer mit beiden Beinen auf dem Boden. Und dieses Sonderlob gab es für die ganze Familie Hoeborn aus dem Mund des OB’s: „Ihr seid tolle Wuppertaler!“

Dem stellte der ehemalige Bundesbildungsminister Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dr.h.c.mult. Karl-Hans Laermann, langjähriger Fachbereichskollege, den „mit Elbwasser getauften Hamburger Jungen“ gegenüber und befand, dass Dietrich Hoeborn mit hanseatischer Weltoffenheit und Weitsicht und zugleich mit Standfestigkeit und Gelassenheit immer große Verantwortung für sein gesellschaftliches Umfeld übernommen habe.

Der ebenfalls gestern zum Nachfolger als Dekan gewählte bisherige Prodekan Prof. Dr.-Ing. Eberhard Schmidt: „Spektabilität, Sie haben Ihr Amt ehrenhaft geführt!“

Schließlich brachte Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c. Dietrich Hoeborn sein persönliches Fazit nach 37 Jahren Hochschulzugehörigkeit in Wuppertal so auf den Punkt: „Aus meiner Sicht ist die Bergische Universität auf einem hervorragenden Weg!“

nächste

Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2012/0315_hoeborn.html