bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

15.03.2012

Prof. Gerrit Walther ist neuer Präsident der Historischen Kommission

bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hat Prof. Dr. Gerrit Walther zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Der Wuppertaler Historiker ist seit 2008 ordentliches Mitglied der Kommission. Die Historische Kommission ist nicht identisch mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften selbst. Sie ist ihr organisatorisch angegliedert, stellt aber eine eigene Akademie für Historiker dar – geschichtswissenschaftliches Gegenstück zur naturwissenschaftlich-medizinischen Gelehrtengesellschaft Leopoldina in Halle/Saale.

„Für die Bergische Universität, aber auch ganz persönlich freue ich mich sehr mit Prof. Walther. Er ist ein herausragender Wissenschaftler und überaus engagierter Hochschullehrer“, sagte Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch. Gegründet wurde die Historische Kommission 1858. Unmittelbarer Vorgänger von Prof. Walther im Amt des Präsidenten war ab 1997 der Frankfurter Bismarck-Biograph Prof. Dr. Lothar Gall.

Ziel der Historischen Kommission ist es, Quellen und Darstellungen zur deutschen Geschichte zu veröffentlichen. Die Spannweite ihrer Projekte reicht vom Mittelalter bis zur Zeitgeschichte, von Buchpublikationen bis zur digitalen „Deutschen Biographie“. Alle Projekte werden vom Präsidenten der Kommission initiiert und beaufsichtigt. Der Kommission gehören zurzeit rund 40 Mitglieder an.

Mitte Februar hatte die Bayerische Akademie der Wissenschaften Prof. Walther zum korrespondierenden Mitglied ihrer Philosophisch-historischen Klasse gewählt. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, gegründet 1759, gehört zu den ältesten und größten Akademien in Deutschland. Sie ist Gelehrtengesellschaft und Forschungseinrichtung von internationalem Rang. Eine korrespondierende Mitgliedschaft ist für Gelehrte üblich, die ihren Lehrstuhl außerhalb Bayerns haben.

Der philosophisch-historischen Klasse gehören zurzeit rund 80 Gelehrte an, darunter nur wenige Historiker. Aus NRW sind das neben Prof. Walther der Bonner Mediävist Prof. Dr. Theo Kölzer und die Münsteraner Frühneuzeitlerin Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger. Seit 2006 ist Prof. Walther auch ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste in der Klasse für Geisteswissenschaften.

Prof. Walther studierte – u.a. als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes – Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie in Frankfurt a. M. und machte daneben eine Redakteursausbildung bei der Würzburger "Mainpost"-Gruppe. 1992 promovierte er zum Dr. phil., 1997 folgten Habilitation und Privatdozentur für Neuere Geschichte in Frankfurt. Nach einer Lehrstuhlvertretung an der Universität Gießen 2000/2001 wurde er 2002 nach Wuppertal auf die Professur Geschichte der Frühen Neuzeit berufen. Prof. Walther ist Dekan des Fachbereichs Geistes- und Kulturwissenschaften der Bergischen Universität.

www.badw.de
www.historischekommission-muenchen.de
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