Erweiterungsbau der Bibliothek bietet 200 neue studentische Arbeitsplätze

21.03.2012

Die Bergische Universität setzt sich die Krone auf

Erweiterungsbau der Bibliothek bietet 200 neue studentische Arbeitsplätze

Der wunderschöne Lesesaal,ein großzügiger Rundbau mit Hallencharakter. Der wunderschöne Lesesaal,
ein großzügiger Rundbau mit Hallencharakter.
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Fotos Sebastian Jarych

(Aktualisiert 22.03.2012) Die Universitätsbibliothek hat in ihrem Zentralgebäude auf dem Campus Grifflenberg 200 zusätzliche Lese- und Arbeitsplätze für Studierende geschaffen. Dazu wurde die Bibliothek um einen Erweiterungsbau mit rund 600 Quadratmetern Nutzfläche aufgestockt. Die Baukosten betrugen drei Millionen Euro. Der Dortmunder Architekt Dipl.-Ing. Richard Schmalöer (BDA): „Der zylindrische Baukörper der zweigeschossigen Aufstockung bildet inmitten der Architektur der 70er Jahre einen Ruhepol.“ Heute wurde das Schmuckstück eingeweiht. Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch: „Ein Tag, auf den wir fast schon hingefiebert haben - und ein ganz wichtiges Signal an alle aktuellen und künftigen Studierenden!“

Zum Studium gehört heute mehr denn je, dass Studierende tagsüber in der Universität – einzeln oder in Gruppen – arbeiten. Der Erweiterungsbau ist deshalb nicht für zusätzliche Bücher und andere Medien bestimmt, sondern ausschließlich für studentische Arbeitsplätze. „Mit dem Anwachsen unseres Bestandes auf 1,2 Millionen Bücher und Zeitschriften mussten im Laufe der Jahre immer mehr studentische Arbeitsplätze weichen“, so Bibliotheksdirektor Uwe Stadler.

2009 waren im Rahmen einer studentischen Planungszelle das Fehlen von Gruppen- und Arbeitsräumen sowie eine geringe flexible Lernumgebungs- und Raumgestaltung bemängelt worden. Im Februar 2009 traf das Rektorat die Grundsatzent-
scheidung für einen Erweiterungsbau, ein Jahr später konnte der Finanzrahmen festgelegt werden. Baubeginn war im März 2011, Ende Mai konnte bereits das Richtfest gefeiert werden.

„Unsere Studierenden kommunizieren in loungeartigen Bereichen; an anderen Stellen können sich kleine Arbeitsgruppen zum intensiven Studium oder zur gemeinsamen Veranstaltungsvorbereitung treffen“, beschreibt Stadler den schmucken Neubau. Auch traditionelle Lese- und Computerarbeitsplätze haben Platz im neuen Erweiterungsbau.

200 studentische Arbeitsplätze in einer Wohlfühlumgebung. 200 studentische Arbeitsplätze in einer Wohlfühlumgebung.

Architekt Dipl.-Ing. Richard Schmalöer aus Dortmund machte mit den Gästen der Einweihungsveranstaltung u.a. einen kleinen Ausflug durch die Geschichte des Bibliotheksbaus, insbesondere die Kuppelbauten des 18. Jahrhunderts. Er und seine Büropartnerin Dipl.-Ing. Susanne Schamp hätten sich aus dieser Baugeschichte Inspirationen für den Rundbau geholt, wenn es auch nicht um den Neubau einer Bibliothek gegangen sei, sondern um einen Lesesaal.

Schmalöer: „Selbst wenn die Digitalisierung die trägen Büchermengen weitestgehend von der Erdoberfläche verschwinden lassen sollte, so werden die Menschen, die sich mit dem Wissen der Bücher beschäftigen, immer als Körper in einem Raum weiter existieren.“ (Die vollständige Rede des Architekten finden Sie hier.)

Insgesamt stehen in der Universitätsbibliothek Wuppertal jetzt mehr als 500 Lern- und Arbeitsplätze zur Verfügung und machen Aufenthalte in der Bibliothek hochattraktiv. Täglich frequentieren über 2000 Besucher die Bibliothekszentrale auf dem Campus Grifflenberg.

In Ergänzung zum gedruckten Angebot ermöglicht die Bibliothek den Zugang zu insgesamt 56.000 E-Books und E-Journals sowie elektronischen Hochschulschriften wie Dissertationen und Habilitationen. Über ein spezielles Netzwerk, das sog. Virtual Private Network (VPN), haben Hochschulangehörige mit zugeteiltem Code auch außerhalb der Bibliotheksräume die Möglichkeit, lizenzierte elektronische Angebote zu nutzen.

Durch den gesicherten Zugang können sie das Hochschulnetz beispielsweise auch unterwegs über ihr Smartphone oder ihren Laptop oder von zu Hause aus über ihren PC erreichen.

Medien, die nicht im digitalen oder analogen Bestand vorhanden sind, können über Kataloge recherchiert - und über die Fernleihe beschafft werden. So werden Insgesamt 42.000 Fernleihen jährlich – kostenpflichtig – abgewickelt. Um den reibungslosen Ablauf der Universitätsbibliothek Wuppertal kümmern sich insgesamt 80 Mitarbeiter.

www.bib.uni-wuppertal.de
www.schamp-schmaloeer.de
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