Tagung „Gender and Engineering“ an der Bergischen Universität

10.05.2012

Tagung „Gender and Engineering“ an der Bergischen Universität

Forschungen zum Themenbereich Gender und Ingenieurwissenschaften standen im Mittelpunkt einer internationalen Tagung, die Anfang Mai auf dem Campus Freudenberg stattfand. Organisiert wurde die Tagung von Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Felizitas Sagebiel, die seit über 10 Jahren in verschiedenen EU-Projekten zum Thema geforscht hat. An der Veranstaltung nahmen ca. 40 Expertinnen und Experten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Russland und Schweden teil.

Die europäischen Forschungsprojekte INDECS, Womeng, MOTIVATION und PROMETEA untersuchten das männliche Image von Ingenieurwissenschaften, die tatsächlichen Aufgaben, die Absolventinnen eines Ingenieurstudiums im Managementbereich von Industrie-Unternehmen erwarten, sowie die erfolgreiche Beteiligung von Ingenieurinnen in der Forschung. Die Studien zeigten unter anderem, dass Teenager sehr wenig über technische und naturwissenschaftliche Berufe wissen und dass Studentinnen ingenieurwissenschaftlicher Fächer in ihrem Studium die Interdisziplinarität vermissen.

Im Gästehaus auf dem Campus Freudenberg (v.l.n.r.): Dr. Christel Hornstein (Gleichstellungsbeauftragte Bergische Universität), Prof. Dr. Katrin Hansen (Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen), Prof. Dr. Anne-Sophie Godfroy (Universität Paris-Sorbonne), Prof. Dr. Vera Uvarova (Universität in Oryol, Russland), Prof. Dr. Felizitas Sagebiel (Bergische Universität), Prof. Dr. Minna Salminen (Universität Uppsala, Schweden), Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel (Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW), Prof. Elisabetta Addis (Universität Sassari, Italien), Prof. Dr. Andreas Frommer (Prorektor für Studium und Lehre an der Bergischen Universität) und Dr. Beate Kortendiek (Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW). Im Gästehaus auf dem Campus Freudenberg (v.l.n.r.): Dr. Christel Hornstein (Gleichstellungsbeauftragte Bergische Universität), Prof. Dr. Katrin Hansen (Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen), Prof. Dr. Anne-Sophie Godfroy (Universität Paris-Sorbonne), Prof. Dr. Vera Uvarova (Universität in Oryol, Russland), Prof. Dr. Felizitas Sagebiel (Bergische Universität), Prof. Dr. Minna Salminen (Universität Uppsala, Schweden), Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel (Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW), Prof. Elisabetta Addis (Universität Sassari, Italien), Prof. Dr. Andreas Frommer (Prorektor für Studium und Lehre an der Bergischen Universität) und Dr. Beate Kortendiek (Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW).Foto Sebastian Jarych

Auf der Tagung präsentierten Referentinnen aus den verschiedenen Projekten und Ländern jetzt ihre Forschungsergebnisse – moderiert von Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel vom Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW.

Um Frauen für das Studium der Ingenieurwissenschaften zu gewinnen, gibt es – auch in Deutschland – eine Fülle von Initiativen. Deren Erfolg methodisch korrekt festzustellen, ist jedoch schwierig. Dr. Minna Salminen-Karlsson von der Universität Uppsala (Schweden) widmete ihren Vortrag der Frage nach einer methodisch angemessenen Form für die Evaluationen dieser Initiativen. Prof. Felizitas Sagebiel thematisierte die Bedeutung von Netzwerken für den Erfolg von Ingenieurinnen und Prof. Dr. Vera Uvarova von der Universität in Oryol (Russland) die erfolgreiche Beteiligung von Ingenieurinnen an der Forschung.

Prof. Elisabetta Addis von der Universität Sassari (Italien) stellte klar, dass die Beschäftigung mit dem Gender Konzept im Zusammenhang mit Ingenieurwissenschaften auch eine Frage der Exzellenz sei. Clem Herman, Senior Lecturer an der Open University in Milton Keynes (Großbritannien), berichtete über ihre Forschungserfahrungen zum Thema Organisationskultur unter Genderperspektive und Prof. Dr. Anne-Sophie Godfroy von der Universität Paris-Sorbonne (Frankreich) warf – auf Basis aktueller Forschungsergebnisse – neue Fragen zum Thema Gender und Ingenieurwissenschaften auf, die zukünftige Forschungen anregen könnten.

Prof. Dr. Katrin Hansen von der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen kommentierte einzelne Beiträge und zeigte Anschlussmöglichkeiten zur deutschen Diskussion auf. Abschließend wurden Konsequenzen für die Praxis und Forschung diskutiert.

Die Konferenz wurde vom Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW unterstützt und u.a. finanziert aus Mitteln des Gleichstellungspreises der Bergischen Universität, den Prof. Dr. Felizitas Sagebiel 2008 erhalten hatte.

Kontakt:
Prof. Dr. Felizitas Sagebiel
Telefon 0202/439-2165
E-Mail sagebiel@uni-wuppertal.de

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