„Grifflenberger Gespräche“ an der Bergischen Universität

09.05.2012

„Grifflenberger Gespräche“ an der Bergischen Universität

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An der Bergischen Universität finden in diesem Semester zum ersten Mal die „Grifflenberger Gespräche“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltungsreihe vom Interdisziplinären Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT). Die „Grifflenberger Gespräche“ starten am kommenden Mittwoch, 16. Mai, mit dem Thema „Das „Rätsel der einsamen Hand. Ist das Problem der ‚inkongruenten Gegenstücke‘ gelöst?“. Auf dem Podium diskutieren ab 17.15 Uhr der Wuppertaler Philosoph Prof. Dr. Manfred Baum und der Wuppertaler Mathematiker Prof. Dr. Klaus Volkert mit Prof. Dr. Brigitte Falkenburg, Philosophin an der Technischen Universität Dortmund, und Prof. Dr. Holger Lyre, Philosoph an der Universität Magdeburg.

Anscheinend war es Immanuel Kant, der das Problem der „inkongruenten Gegenstücke“ – symmetrische Körper, die nicht deckungsgleich sind – in die philosophische Diskussion eingeführt hat (1768). Obwohl einfach erscheinend, hat das Problem immer wieder zu Kommentaren und Lösungsvorschlägen angeregt. Doch worin liegt seine Faszination?

„In der Wissenschaftsgeschichte spielten inkongruente Gegenstücke eine wichtige Rolle vor allem als Argument für die Existenz und eventuelle Nutzbarmachung eines vierdimensionalen Raums“, sagt Prof. Dr. Gregor Schiemann, einer der Initiatoren der Grifflenberger Gespräche. Zum einen stelle sich die Frage nach Ziel und Stringenz der Kantischen Argumentation, zum anderen sei zu fragen, ob Kants Argument nur die historische Bedingtheit seines Denkens widerspiegele: „Ist es nicht so, dass die Entwicklung, die die Mathematik nach Kant genommen hat, dessen Argumente obsolet gemacht hat?“ Unter anderem über diese Frage diskutieren die Wissenschaftler mit ihrem Publikum. Nach einer Einführung in das Thema beziehen die Gäste auf dem Podium der „Grifflenberger Gespräche“ Stellung, um anschließend untereinander und mit dem Publikum zu diskutieren.

Termin: 16.05, 17.15 Uhr; Ort: Bergische Universität Wuppertal, Gaußstr. 20, Gebäude P, Ebene 08, Raum 14.

www.izwt.uni-wuppertal.de


Kontakt
:
Prof. Dr. Gregor Schiemann
Interdisziplinäres Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT)
Telefon 0202/439-3604
E-Mail philosophie.schiemann@uni-wuppertal.de

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