Wuppertaler Teilchenphysik wird erneut mit 2,7 Mio. Euro gefördert

06.06.2012

Wuppertaler Teilchenphysik wird erneut mit 2,7 Mio. Euro gefördert

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Wuppertaler Forschergruppe um Prof. Dr. Peter Mättig, Prof. Dr. Wolfgang Wagner und Prof. Dr. Christian Zeitnitz in den nächsten drei Jahren mit weiteren 2,7 Millionen Euro. Damit werden die Forschungen am Large Hadron Collider (LHC) am Europäischen Zentrum für Teilchenphysik CERN in Genf unterstützt. Mit der aktuellen Fördersumme hat die Fachgruppe Experimentelle Teilchenphysik der Bergischen Universität in den letzten zehn Jahren insgesamt fast 15 Millionen Euro für die Beteiligung am LHC eingeworben.

Der ATLAS Pixel Detektor Der ATLAS Pixel Detektor http://www.atlas.ch/pixel-detector.html

Ziel des Supermikroskops LHC ist es, die grundlegenden Kräfte und Materieteilchen unserer Natur zu untersuchen. Die extremen Temperaturen, die am LHC für einen kurzen Moment erzeugt werden, ermöglichen, das Universum kurz nach dem Urknall zu verstehen. Die Bergische Universität hat während der letzten zehn Jahre wesentlich zum Bau und Betrieb des riesigen ATLAS Detektors beigetragen. Mit dem Detektor werden Bilder aufgenommen, die zeigen, was in einem Bruchteil eines Atomkerns vor sich geht. Mit den neuen Fördergeldern wird die Wuppertaler Gruppe diese Arbeit fortführen.

Im Mittelpunkt der nächsten drei Jahre stehen der Bau einer weiteren Hoch- Technologie Komponente für ATLAS – auch in Zusammenarbeit mit regionalen Firmen. Außerdem wird mit dem Geld der Betrieb des großen Wuppertaler Computing Clusters als Teil eines weltweiten Verbundes gesichert. Mit der großen Menge der aufgenommenen Daten wird dort vor allem das schwerste aller bekannten elementaren Teilchen, das „Top-Quark“, untersucht. Einen wichtigen Teil der Forschungsaufgaben übernehmen die rund 20 Doktoranden und Studierenden der Wuppertaler Forschergruppe.

„Die nächsten Jahre am LHC werden enorm spannend. Mit ihm sollte es möglich sein, einige der großen Rätsel der Natur zu lösen. Wir bedanken uns sehr für die bisherige Unterstützung unserer Gruppe durch die Bergische Universität und sehen in der Förderung durch das BMBF eine weitere Anerkennung unserer Leistungen“, sagt Projektleiter Prof. Mättig.

Eine Gelegenheit, sich über den LHC und die Arbeit der Wuppertaler Gruppe zu informieren, gibt es ab 22. Juni im Deutschen Röntgen-Museum in Remscheid. Dort findet bis 28. Oktober die Sonderausstellung „Weltmaschine“ statt.

Kontakt:
Prof. Dr. Peter Mättig
Telefon 0202/439-2761
E-Mail peter.mattig@cern.ch

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