Energiewende nach Fukushima: Buch von Prof. Welfens und Prof. Hennicke

13.06.2012

Energiewende nach Fukushima: Buch von Prof. Welfens und Prof. Hennicke

Ist der deutsche Ausstieg aus der Kernenergie ein Sonderweg oder ein Vorbild für alle Länder, die nach Fukushima zu einer Neubewertung von Kosten und Risiken des Atomstroms gelangt sind? Dieser Frage gehen Prof. Dr. Peter Hennicke, langjähriger Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, und Prof. Dr. Paul J.J. Welfens, Präsident des Europäischen Instituts für Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Bergischen Universität, in ihrem neuen Buch nach. Letzte Woche wurde „Energiewende nach Fukushima“ in der Humboldt-Viadrina School of Governance in Berlin vorgestellt.

„Deutschland befindet sich in einer einmaligen Schlüsselrolle, um zu zeigen, dass ein geordneter Umstieg in ein klimaverträgliches Energiesystem ohne Atomstrom ökonomisch-gesellschaftliche Vorteile erbringt – wenn die richtigen Maßnahmen ergriffen werden“, so die Autoren. Der angebliche deutsche Sonderweg könne zur „Startrampe“ für den weltweiten ökologischen Umbau der Energiesysteme werden und Fukushima einen weltweiten Dominoeffekt hin zum Ausbau erneuerbarer Energien auslösen.

Hennicke und Welfens analysieren in ihrem Buch den Weg in die Atomstromkrise und die Option für einen internationalen Umstieg bzw. die Wende hin zu einer Effizienzwirtschaft. „Die enorme Unterversicherung der Atomkraftwerke wird von den Autoren als Gauklertrick entlarvt: Ohne diese künstliche Verbilligung beim Atomstrom bedürfte es auch keiner Subventionierung erneuerbarer Energien“, heißt es in einer Mitteilung des Verlags.

Peter Hennicke/Paul J. J. Welfens: Energiewende nach Fukushima. oekom verlag, München. 286 Seiten, 29,95 EUR.

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Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2012/0613_welfens.html