Deutsch-ägyptische Sommerschule an der Bergischen Universität

16.08.2012

Deutsch-ägyptische Sommerschule an der Bergischen Universität

Auf Einladung der Wuppertaler Germanistin Prof. Dr. Eva Neuland trafen sich Mitte Juli rund 40 Wissenschaftler aus Deutschland, Ägypten und weiteren arabischen Staaten zu einer internationalen Sommerschule an der Bergischen Universität. Thema der einwöchigen Tagung war die Aktualität interkultureller Kommunikation insbesondere zwischen Deutschland und Ägypten. Das Projekt wurde im Rahmen der deutsch-arabischen Transformationspartnerschaften vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der deutsch-ägyptischen Sommerschule.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der deutsch-ägyptischen Sommerschule.

Vor dem Hintergrund der politischen Veränderungen in den arabischen Ländern diskutierten die Teilnehmer aktuelle Themenschwerpunkte der Sprach-, Literatur- und Übersetzungswissenschaften im interkulturellen Austausch. Prof. Dr. Eckehard Czucka aus Braunschweig hielt einen Plenarvortrag mit dem Titel „Welten sammeln: Postkoloniales und Historisches aus literaturwissenschaftlicher Sicht“. Prof. Dr. Hans Jürgen Heringer von der Universität Augsburg referierte über „Kultur in Sprache sowie HOTSPOTS in der interkulturellen Kommunikation aus sprachwissenschaftlicher Sicht“ und Prof. Dr. Tarik Bary, Ain Shams-Universität Kairo, beschäftigte sich mit interkulturellen Aspekten in mehrsprachlichen Online-Fachwörterbüchern.

Unter den Teilnehmern waren 25 Vertreter verschiedener germanistischer Institute aus Kairo – vor allem von der Ain Shams-Universität, mit der die Wuppertaler Hochschule 2009 ein Memorandum of Understanding geschlossen hat.

Im Rahmen der Sommerschule fanden auch zwei öffentliche Podiumsveranstaltungen statt. Neben Vertretern der Partneruniversitäten und des DAAD diskutierten Journalisten und Wirtschaftsfachleute über Auswirkungen der neuen politischen Situation auf den wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und den arabischen Staaten. „Bei einem abschließenden Auswertungsgespräch mit dem DAAD wurde die Durchführung der Sommerschule von allen Beteiligten als großer Erfolg gewertet, der gerade den Nachwuchskräften der ägyptischen Germanistik neue Perspektiven eröffnet hat“, so Prof. Eva Neuland.

Neben der Intensivierung bereits bestehender Kontakte zwischen den Institutionen und Anregungen für eine weitere Zusammenarbeit in Forschung und Lehre stand die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Fokus der Sommerschule. Zehn Post-Doktoranden und Post-Doktorandinnen präsentierten ihre Forschungsprojekte zur Interkulturalität, u.a. zu politischen Interviews in der deutschen und ägyptischen Gegenwartspresse sowie zur Sprachmanipulation im politischen Diskurs.

Prof. Neuland: „Dabei überraschte der Innovationsgehalt der fachlichen Themenstellungen und Methoden, die vor den politischen Veränderungen des Jahres 2011 nicht denkbar gewesen wären“.

Kontakt:
Prof. Dr. Eva Neuland
Telefon 0202/439-2147, -2361
E-Mail neuland@uni-wuppertal.de

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