Ausstellung „Weltmaschine“ im Röntgen-Museum eröffnet

22.06.2012

Was geschah beim Urknall?

Ausstellung „Weltmaschine“ im Röntgen-Museum eröffnet

"Die Ursuppe in der Kugel": Die Kugel symbolisiert die Ursuppe kurz nach dem Urknall. Besucher können durch Berührung der Plasmakugel Strahlen auf sich leiten. Fotos Friederike von Heyden

(Aktualisiert 25.06.2012)Was geschah beim Urknall? Woraus besteht das Universum? Mit dem Large Hadron Collider (LHC) am Europäischen Zentrum für Teilchenphysik CERN in Genf versuchen Wissenschaftler aus aller Welt, Antworten auf diese Fragen zu finden. Physiker der Bergischen Universität Wuppertal haben wesentliche Teile des riesigen ATLAS Experiments am LHC gebaut und beteiligen sich zurzeit an der Analyse der Daten. Gestern wurde im Deutschen Röntgen-Museum in Remscheid die Ausstellung „Weltmaschine“ eröffnet. Sie erklärt anhand von Exponaten zum Ausprobieren, großformatigen Bildern und informativen Tafeln, wie Physiker am LHC die fundamentalen Fragen des Universums untersuchen. Am Sonntag fand im Röntgen-Museum der Aktionstag „Teilchenphysik“ statt mit Kurz-Vorträgen und anschließender Führung durch die Ausstellung.

„Wir sind stolz auf das, was wir am LHC machen, und freuen uns sehr, es jetzt im Rahmen der Sonderausstellung den Bürgerinnen und Bürgern vermitteln zu können“, so Prof. Dr. Peter Mättig, Teilchenphysiker an der Bergischen Universität Wuppertal.

Die Ausstellung zeigt den Bau des LHC, zu dem mehr als 10.000 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker aus über 80 Ländern beigetragen haben. Spezielle Ausstellungsstücke und Plakate erklären den Beitrag der Wuppertaler Gruppe.

Während der gesamten Ausstellungsdauer (22. Juni bis 28. Oktober 2012) sind Physiker der Bergischen Universität Wuppertal zu bestimmten Terminen im Museum, beantworten Fragen rund um die Physik des LHC und führen Besucher durch die Sonderausstellung. Außerdem gibt es besondere Veranstaltungen für Schulklassen.

Die „Weltmaschine“ ist eine mobile Ausstellung, die 2008 das erste Mal in der Berliner U-Bahn gezeigt wurde. „Die Ausstellung ist keine einfache Kost. Der deutschlandweite Erfolg zeigt uns aber, dass die Bürgerinnen und Bürger mehr erfahren wollen über das Projekt“, sagte Prof. Dr. Helmut Dosch, Vorsitzender des Direktoriums des Deutschen Elektronen-Synchrotons (DESY) in Hamburg, gestern bei der Ausstellungseröffnung.

„Wir wollen vor allem junge Leute für dieses fantastische Thema begeistern“, ergänzte Dr. Uwe Busch, Stellvertretender Direktor des Röntgen-Museums.

Programm-Flyer (.pdf; 1 MB)

www.weltmaschine.de
www.roentgenmuseum.de
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Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2012/0622_weltmaschine.html