Fritz Berger seit 50 Semestern Geschäftsführer des Hochschul-Sozialwerks

03.07.2012

Fritz Berger seit 50 Semestern Geschäftsführer des Hochschul-Sozialwerks

Fritz Berger (56), Geschäftsführer des Hochschul-Sozialwerks Wuppertal (HSW), kann am Donnerstag, 5. Juli, auf 50 Semester als Leiter des Hochschul-Sozialwerks zurückblicken.

Im Frühjahr 1987 hatte sich der HSW-Verwaltungsrat bei der Suche nach einem Geschäftsführer einstimmig für den jüngsten aller Bewerber ausgesprochen: Fritz Berger. Der 31-jährige Volljurist hatte beim Deutschen Studentenwerk, dem Dachverband der Studentenwerke, die Referate Wohnen, Recht und Personal sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit geleitet. Am 6. Juli 1987 wurde er der jüngste Geschäftsführer eines Studentenwerks bundesweit.

„Am Anfang nächtigte ich in einem 12 Quadratmeter kleinen Zimmer der alten ‚Burse‘ und erlebte hautnah die ‚Behaglichkeit‘ der stets perfekt aufgeräumten, von 16 Studenten genutzten Gemeinschaftsküchen und der von bis zu 32 Personen genutzten Sanitärräume. Zum Frühstück ging ich in die Cafeteria, zum Mittagessen in die Hauptmensa und zum Abendessen in die Kneipe. Alle diese Einrichtungen versprühten den architektonischen Charme der frühen 1970er-Jahre“, erinnert sich Fritz Berger.

Die Gesamthochschule Wuppertal gab es damals seit 15 Jahren und sie war Jahr um Jahr um mindestens 1000 Studierende gewachsen. Das Hochschul-Sozialwerk verfügte über einen einzigen PC, Warteschlangen und Wartelisten waren an der Tagesordnung. „Auch wenn man sich nach Kräften bemühte, die Studierenden als Individuen zu sehen, hatte Gastorientierung, Beratung und Betreuung noch nicht den heutigen Stellenwert. Das Selbstverständnis des Hochschul-Sozialwerks, Partner der Studierenden und der Hochschule in allen wesentlichen Belangen rund um das Studium zu sein, stand noch ganz am Anfang,“ so Fritz Berger.

Heute ist das Hochschul-Sozialwerk Wuppertal ein Unternehmen mit 150 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 38,5 Millionen Euro (1987: 6 Mio €). Es betreibt zehn Mensen, Cafeterien, Kaffeebars und die Uni-Kneipe. Seine 12 Studentenwohnheime mit 1085 Wohnplätzen sind architektonisch und energetisch Vorbild – fünf bundesweite Preise konnte das Wuppertaler Hochschul-Sozialwerk bisher dafür gewinnen. Die Abteilung für Studienfinanzierung fördert 3600 Studenten mit Bafög und berät in allen Finanzierungsfragen rund ums Studium. Außerdem betreut das Hochschul-Sozialwerk ausländische Gaststudenten und bietet auf seiner Website www.hsw.uni-wuppertal.de eine Jobvermittlung für Studenten.

Seit Jahren ist Fritz Berger auch ehrenamtlich aktiv. Seit Anfang 2012 ist der Geschäftsführer des Wuppertaler Hochschul-Sozialwerks Vorsitzender des Ausschusses „Studienfinanzierung“ des Deutschen Studentenwerkes (DSW); seit 2010 Mitglied der Deutsch-Japanischen Kommission, seit 2009 Vorsitzender der Deutsch-Französischen Kommission, seit 2007 Mitglied der Deutsch-Polnischen Kommission. Außerdem ist Fritz Berger unter anderem seit 2009 Stellvertretender Vorsitzender der Darlehenskasse (Daka) der Studentenwerke NRW e.V. und war von 2007 bis 2011 Mitglied des Vorstandes des Deutschen Studentenwerks.

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