Hohe Auszeichnung für Stahlbauer Prof. Gerhard Hanswille

18.07.2012

Hohe Auszeichnung für Stahlbauer Prof. Gerhard Hanswille

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Als Anerkennung für hervorragende Leistungen, die das industrielle Bauen mit Stahl durch Weiterentwicklung der Technik oder der Wirtschaftlichkeit fördern, vergibt der Deutsche Stahlbau-Verband alle zwei Jahre die „Auszeichnung des Deutschen Stahlbaues“ an Personen aus Wissenschaft, Technik und Wirtschaft. Einstimmig wählte die Jury in diesem Jahr Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hanswille von der Bergischen Universität Wuppertal für diese hohe Auszeichnung aus.

In der Begründung der Jury unter Vorsitz von Dipl.-Ing. Hans-Ulrich Batzke, Vizepräsident des Deutschen Stahlbau-Verbandes, heißt es: „Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hanswille hat sich in herausragender Weise im Stahlbau und besonders im Stahlverbundbau eingesetzt. Er hat sich als national und international anerkannter Wissenschaftler in den letzten Jahrzehnten für den Stahlbau in besonderem Maße engagiert und mit seinen Forschungsarbeiten im Verbundbau die Verbundbauweise für die breite praxisgerechte Anwendung erschlossen.“ Durch den Einsatz von Prof. Hanswille habe sich für den Verbundbau der Weg von der Wissenschaft in die Praxis weiter geebnet. „Seine Arbeiten und sein Engagement haben insbesondere das Zusammenspiel zwischen Wissenschaft, planenden Ingenieuren und ausführenden Firmen vorangebracht“, so die Jury.

Gerhard Hanswille (Jahrgang 1951) studierte an der Ruhr-Universität Bochum und promovierte dort zum Thema Rissbreitenbeschränkung bei Verbundträgern. Seit 1993 ist er Professor für Stahlbau und Verbundkonstruktion an der Bergischen Universität Wuppertal. 2002 wurde er wegen seiner besonderen Leistungen auf dem Gebiet des Verbundbaus in die Akademie der Wissenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen.

Seit 1997 ist Prof. Hanswille staatlich anerkannter Sachverständiger für die Prüfung der Standsicherheit, seit 1998 Sachverständiger und Prüfingenieur für Eisenbahnbrückenbau, Stahlhoch- und Verbundbau. In den letzten Jahren hat er an großen Brückenbauvorhaben mitgearbeitet, u.a. der Strombrücke des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg, der Talbrücke Wilde Gera, der Schrägseilbrücke über den Rhein bei Wesel sowie an dem zurzeit im Bau befindlichen Hochmoselübergang bei Zeltingen.

Die Urkunde und die zugehörende Plakette für die „Auszeichnung des Deutschen Stahlbaues 2012“ wird Prof. Hanswille anlässlich des Deutschen Stahlbautages 2012 am 18. Oktober in Aachen im festlichen Rahmen des Stahlbau-Forums überreicht.

www.deutscherstahlbau.de
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Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2012/0718_hanswille.html