Wuppertaler Forscherin will Arzneimittelversorgung verbessern

09.10.2012

Wuppertaler Forscherin will Arzneimittelversorgung verbessern

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Die Gesundheitsökonomin Dr. Juliane Köberlein-Neu von der Bergischen Universität Wuppertal sucht Wege, die Lebensqualität von Patienten mit schweren Erkrankungen zu erhöhen. Die Junior-Professorin vom Bergischen Kompetenzzentrum für Gesundheitsmanagement und Public Health leitet zu diesem Zweck gemeinsam mit Prof. Dr. Hugo Mennemann von der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (Münster) sowie den Apothekern Olaf Rose (Münster) und Isabel Waltering (Nottuln) die „WestGem-Study“ („Westfälische Edelsteine“). Das auf knapp drei Jahre angelegte Projekt läuft seit dem 1. Oktober und wird mit Geldern der EU und des Landes NRW gefördert. Dem Forscherteam stehen 813.000 Euro zur Verfügung, 422.000 Euro davon gehen direkt an die Universität Wuppertal

Ziel des Projektes ist es, die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Bereich der Patientenversorgung zu optimieren. Damit will das zwölfköpfige Forscherteam die Arzneimittelversorgung vor allem älterer Menschen verbessern. Zu den Kooperationspartnern zählt unter anderem das Institut für medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie der Universität zu Köln.

Das Projektziel soll durch die Bildung von Netzwerken erreicht werden: Niedergelassene Ärzte, Apotheker, sowie Pflege- und Wohnberater aus den Modellregionen Ahlen und Steinfurt sind aufgerufen, gemeinsame Ideen zur optimaleren Versorgung von Patienten zu entwickeln. Mehrere Hundert freiwillige Patienten, insbesondere solche mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, werden dabei eingebunden.

Erfolgreicher Projektantrag (v.l.n.r.): Apotheker Olaf Rose, Prof. Dr. Juliane Köberlein-Neu, Bergische Universität, Ursula Woltering, Stadt Ahlen, NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens, Corinna Schaffert, Bergische Universität, und Prof. Dr. Hugo Mennemann, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (Münster). Erfolgreicher Projektantrag (v.l.n.r.): Apotheker Olaf Rose, Prof. Dr. Juliane Köberlein-Neu, Bergische Universität, Ursula Woltering, Stadt Ahlen, NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens, Corinna Schaffert, Bergische Universität, und Prof. Dr. Hugo Mennemann, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (Münster).

Auf Basis der Ergebnisse will Köberlein-Neu ein Konzept entwickeln, das die Patientenversorgung verbessern und gleichzeitig dem Gesundheitssystem Kosten sparen soll. „Wir rechnen damit, dass durch die interdisziplinäre Überarbeitung der Arzneimitteltherapie die Anzahl der Therapieprobleme reduziert wird“, sagt Köberlein-Neu. Zudem soll sich das Konzept effizient in bestehende Strukturen integrieren lassen.

Kontakt:
Jun.-Prof. Dr. Juliane Köberlein-Neu
Telefon 0202/439-1381
E-Mail koeberlein@wiwi.uni-wuppertal.de

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