Zentrum für Graduiertenstudien hilft bei Fragen rund um die Doktorarbeit

10.10.2012

Erfolgreich promovieren

Zentrum für Graduiertenstudien hilft bei Fragen rund um die Doktorarbeit

Was muss ich bei einer Promotion beachten? Bekomme ich finanzielle Unterstützung? Wie gehe ich mit Schreibblockaden um? Eine Promotion ist mit vielen Fragen verbunden. Das 2007 an der Bergischen Universität Wuppertal eingerichtete Zentrum für Graduiertenstudien (ZGS) unterstützt Doktorandinnen und Doktoranden aller Fachbereiche in sämtlichen Phasen des Promotionsprozesses und berät Studierende bei Promotionsvorhaben. „Als zentrale Einrichtung bündelt das ZGS Angebote der Graduiertenförderung und trägt zur Verbesserung der Promotionsbedingungen bei“, so Dr. Janine Hauthal, Geschäftsführerin des ZGS.

Das Team des Zentrums für Graduiertenstudien (v.l.n.r.): Heike Dreps (Sekretariat), Remus Racolta, M.A. (Wiss.
Hilfskraft), Kathrin Lagatie (Stud. Hilfskraft), Robert Wildenberg (Stud. Hilfskraft), Mitra Khazaei, M.A. (Wiss. Hilfskraft),
Dr. Janine Hauthal (Geschäftsführerin). Das Team des Zentrums für Graduiertenstudien (v.l.n.r.): Heike Dreps (Sekretariat), Remus Racolta, M.A. (Wiss. Hilfskraft), Kathrin Lagatie (Stud. Hilfskraft), Robert Wildenberg (Stud. Hilfskraft), Mitra Khazaei, M.A. (Wiss. Hilfskraft), Dr. Janine Hauthal (Geschäftsführerin).Foto Maria Leopold

Die Leistungen des ZGS konzentrieren sich auf die vier Bereiche Beratung, wissenschaftliche Veranstaltungen sowie Weiterbildung und Internationalisierung. Neben individuellen Beratungsangeboten organisiert das ZGSTeam speziell auf die Arbeit an Dissertationen abgestimmte Theorie- und Methodenseminare sowie Workshops. Promovierende können z.B. Kurse zum wissenschaftlichen Schreiben oder zum Projekt- und Zeitmanagement belegen.

Weitere Veranstaltungen – beispielsweise zum Thema Bewerbungstraining oder Karriereplanung – ermöglichen zusätzlich den Erwerb von Schlüsselqualifikationen für das Berufsleben. Das ZGS kooperiert darüber hinaus mit dem Zentrum für Weiterbildung (ZWB) der Bergischen Universität: So können Promovierende, die eine Hochschulkarriere anstreben, das NRW-weite Qualifizierungsprogramm „Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule“ absolvieren.

Für eigene Projekte der Promovierenden, darunter Graduiertentagungen oder Konferenzreisen ins In- und Ausland, bietet das ZGS organisatorische und finanzielle Unterstützung. Die Bildung von Arbeitsgruppen durch das ZGS soll den fächerübergreifenden Austausch und die Vernetzung der Promovierenden untereinander sowie mit „Postdocs“ fördern. So gab es in den vergangenen Semestern u.a. eine Veranstaltungsreihe, bei der Junior-Professoren über ihre Erfahrungen in Lehre und Forschung berichtet haben.

„Im Idealfall bringen wir über unsere Veranstaltungen Doktorandinnen und Doktoranden in Kontakt mit Postdocs bzw. anderen Promovierenden, die sich gegenseitig im Promotionsprozess unterstützen können“, sagt Dr. Janine Hauthal. Für die Zukunft sei zudem in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Marketing und dem ZWB eine neue Veranstaltungsreihe geplant: Bei sogenannten Kamingesprächen sollen den Promovierenden Tätigkeitsfelder und berufliche Perspektiven in Wuppertal und Umgebung vorgestellt und entsprechende Ansprechpartner vermittelt werden.

Im Rahmen des Stipendien- und Betreuungsprogramms (STIBET) des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) unterstützt das ZGS internationale Nachwuchswissenschaftler während ihres Aufenthaltes an der Bergischen Universität. Neben speziell auf die ausländischen Promovierenden abgestimmten Beratungs-, Weiterbildungs- und Informationsangeboten helfen insgesamt zehn Tutoren bei außerfachlichen Problemen, beispielsweise bei der Wohnungssuche oder Behördengängen. „Einer Doktorandin haben wir bei einem Streit mit ihrem Nachbarn mit einem Vermittlungsgespräch helfen können. Ein zunächst banal erscheinendes Problem, dessen Lösung aber sehr wichtig für die Konzentration auf die Dissertation und damit für den erfolgreichen Abschluss der Promotion war“, berichtet Hauthal.

Neben der individuellen Betreuung organisiert das ZGS außerdem eine Reihe von Freizeitangeboten für ausländische Promovierende und Postdocs, um deren Integration in Universität und Umfeld zu verbessern.

Persönliche Beratung in der ZGS. Persönliche Beratung in der ZGS.Foto Frederik Ellerbrock

Ein besonderes Anliegen ist zudem die Förderung von Frauen in Fächern, in denen sie unterrepräsentiert sind. „Wir wollen mit unserem Angebot nicht nur die Doktorandinnen verstärkt fördern, sondern auch durch das Aufzeigen sogenannter role models Studentinnen zur Promotion ermutigen“, so Hauthal weiter. Zu diesem Zweck hat das ZGS zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten der Bergischen Universität im vergangenen Semester die Posterausstellung „Wir sind MINT“ initiiert, bei der 22 Doktorandinnen des Fachbereichs „Mathematik und Naturwissenschaften“ ihre Promotionsprojekte in der Universitätsbibliothek vorgestellt haben.

Insgesamt sind an der Bergischen Universität zurzeit 1045 Promovierende eingeschrieben. Knapp 300 Promovierende und Postdocs nutzen die Möglichkeit, auf den Internetseiten des ZGS ihr persönliches Profil als „virtuelle wissenschaftliche Visitenkarte“ zu veröffentlichen.

„Die Resonanz auf unsere Angebote zeigt den Erfolg und die große Akzeptanz des ZGS. Die ersten durch das ZGS betreuten Doktoranden und Doktorandinnen haben ihre Promotion abgeschlossen, und es ist schön zu sehen, dass sich in Wuppertal in den vergangenen Jahren eine Promotionskultur etablieren konnte, die sich auch in deutlich gestiegenen Promovierendenzahlen manifestiert“, lautet die positive Bilanz von Dr. Janine Hauthal.

JANINE DIETZ

Kontakt:
Zentrum für Graduiertenstudien (ZGS)
Telefon 0202/439-2702
E-Mail zgs@uni-wuppertal.de

www.zgs.uni-wuppertal.de

nächste

Druckversion von http://www.presse.uni-wuppertal.de/2012/1010_zgs.html