09.11.2005

Wuppertals Physik ist Spitze
Forschung in Physik und Mathematik wurde mit 18 Millionen Euro gefördert

"Wuppertal hat sich einen hohen Stellenwert in der Teilchenphysik erarbeitet", so charakterisierte Prof. Dr. Rolf Heuer, Wissenschaftlicher Direktor des deutschen Großforschungsinstituts DESY, die Forschungsarbeit der Wuppertaler Physik. Prof. Dr. Heuer begutachtete als Mitglied einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) berufenen hochkarätigen 12-köpfigen Kommission die Arbeiten in der Physik und Mathematik an der Bergischen Universität.

Mit 18,4 Millionen Euro hat das BMBF seit 1995 die Wuppertaler Beteiligung an Experimenten der Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik sowie an Innovationen in der Angewandten Mathematik für Industrie und Dienstleistungen gefördert, fasste Dr. Rainer Koepke, Leiter des Referats für Naturwissenschaftliche Grundlagenforschung im Bundesministerium, zusammen. Das BMBF ist damit in diesem Zeitraum größter Drittmittelgeber der Bergischen Universität. Dies ermöglichte den Wuppertaler Physikern Spitzenstellungen in Experimenten mit weltweiter Beteiligung, die die Grundlagen der Materie und die Anfänge und Struktur des Universums untersuchen. Durchgeführt werden die Experimente unter anderem in Genf, Hamburg, der Antarktis und in Argentinien.

"Hier wird Spitzenforschung betrieben, und die Betreuung der Studenten ist offensichtlich hervorragend", fasste Prof. Dr. Thomas Müller von der Universität Karlsruhe seine Eindrücke zusammen. Rektor Prof. Dr. Volker Ronges Fazit: Die Bergische Uni rangiere mit ihrer Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik nach dem Umfang der Förderung durch das BMBF ganz weit oben unter den Universitäten und sonstigen Forschungsinstituten. Er gehe davon aus, dass sich mit der positiven Begutachtung die gute Chance verbindet, den Platz an der Forschungsspitze auch weiterhin zu halten.

Top-Noten für die physikalische Forschung an der Bergischen Universität (v.l.n.r.): Forschungs-Prorektor Prof. Dr. Wolfgang Spiegel, Dr. Hans-Joachim Krebs (Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF, Projektträgerschaft Mathematik), Kanzler Hans-Joachim von Buchka, Prof. Dr. Thomas Müller (Universität Karlsruhe), Teilchenphysiker Prof. Dr. Peter Mättig (Uni Wuppertal), Dr. Klaus Ehret (BMBF, Projektträgerschaft Elementarteilchenphysik), Dr. Thomas Berghöfer (BMBF, Projektträgerschaft Astroteilchenphysik), Prof. Dr. Gisela Anton (Universität Erlangen-Nürnberg), Dr. Razmik Mirzoyan (Max-Planck-Institut für Physik - Werner-Heisenberg-Institut, München), Prof. Dr. Rolf Heuer (Uni Hamburg, zugleich Forschungsdirektor am Deutschen Elektronen-Synchroton DESY), Ministerialrätin Angelika Claßen (Referat 223 „Hochschulen im Rheinland“ des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW, Dr. Rainer Köpke (Leiter des Referats für Naturwissenschaftliche Grundlagenforschung im BMBF), Rektor Prof. Dr. Volker Ronge, Physiker Prof. Dr. Karl-Heinz Kampert.


 

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