05.05.2006

Ausstellung "Hans Friedrich Geist und das Bauhaus" in Dessau
Wuppertaler Sammlung zur Kunsterziehung in der Weimarer Republik

Prof. Dr. Rainer K. Wick bei der Eröffnung der Ausstellung in Dessau.
Foto Helmut Rohm

Einem der profiliertesten und progressivsten Kunstpädagogen der Weimarer Republik widmet die Stiftung Bauhaus Dessau eine Ausstellung im Meisterhaus Schlemmer. Gezeigt werden zahlreiche Arbeiten, die im Unterricht von Hans Friedrich Geist entstanden. 2001 hatte der Wuppertaler Kunstpädagoge Prof. Dr. Rainer K. Wick für die Bergische Universität ein Konvolut von 240 Schülerarbeiten aus dem Unterricht von Hans Friedrich Geist erworben. Prof. Dr. Wick ist Kurator der Ausstellung und Herausgeber des Buches "Hans Friedrich Geist und die Kunst des Kindes. Bauhaus, Drittes Reich, Nachkriegszeit".

Hans Friedrich Geist war Lehrer aus Leidenschaft. Statt einseitig kognitives Lernen zu vertreten, war sein Anliegen, den selbstbestimmten, sozialverantwortlich handelnden und kreativen Menschen auszubilden. Sein Kunstunterricht zielte auf die Entfaltung des "ganzen Menschen". Sein Unterricht hieß nicht "Kunst" oder "Zeichnen", sondern "Gestaltung". Seine Maxime war "bei null anfangen", um unvoreingenommen die schöpferische Kraft der Kinder freizusetzen.

Foto Rainer K. Wick

Die Ausstellung in Dessau zeigt eine Auswahl der Gemälde und Zeichnungen aus der Wuppertaler Sammlung, die in den späten 1920er Jahren an der Volksschule in Meuselwitz bzw. der Akademieschule in Halle entstanden. Außerdem sind Schwarzweiß-Fotografien zu sehen, die den Unterricht dokumentieren.

Das Buch von Prof. Dr. Wick dient als Katalog zur Ausstellung. (bis 18. Juni 2006, Meisterhaus Schlemmer, Ebertallee 67, 06846 Dessau.)

Meisterhaus Schlemmer
Foto Andreas Rein
 

www.bauhaus-dessau.de
 

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